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Junge Erwachsene in den USA: ledig, verschuldet durch Studienkosten, wenig aktiv in der Freizeit

Irgendwo in Arizona. Foto: Gunhild Kloster / pixelio.de

Die Federal Interagency Forum on Child and Family Statistics hat aus Anlass der 20-jährigen Zusammenarbeit der im Forum vertretenen Organisationen einen Sonderbericht zur Situation junger Heranwachsender in den USA veröffentlicht: America's Young Adults. Die Schwerpunkte, die betrachtet wurden, sind:

  • Demografie:

    • 2012 lebten rund 31,2 Millionen 18- bis 24-Jährige in den USA.
    • Rund 522 000 junge Menschen leisteten 2012 Militärdienst.
    • Etwas mehr als 180 000 junge Leute waren 2011 inhaftiert.

  • Bildung:

    • 2013 hatten 84 % (1980: 79 %) der jungen Frauen und 81 % (1980: 75 %) der jungen Männer das Abitur gemacht.
    • 2012 waren 41 % der 18- bis 24-Jährigen (1980: 26 %) für eine Hochschule eingeschrieben.
    • 2011/12 nahmen rund 68 % (1989/90: 50 %) der an einer Hochschule eingeschriebenen Jugendlichen im 4. Jahr ihres Studiums oder darüber ein Darlehen (föderal, nicht-föderal, Elterndarlehen) in Anspruch.
    • Die durchschnittliche Schuldenlast lag 2011/12 bei einem Studierenden im 4. Studienjahr bei 25 400 US-Dollar (1989/90: 14 700).
    • Die Rate der 20- bis 24-jährigen NEETs (keine Arbeit, kein Studium) stieg von 17 % (1990) auf 19 % (2013).  

  • Wirtschaftliche Lage:

    • Rund 65 % der Jugendlichen hatten 2012 (1986: 75 %) eine Beschäftigung.
    • Von den 2 Millionen Haushalten, denen 2011 Jugendliche vorstanden, hatten 42 % mit erheblichen finanziellen Belastungen zu kämpfen (50 % des Einkommens für Miete, Ausgaben für Haus et.c).
    • 2012 hatten 58 % der jungen Leute eine private Krankenversicherung und 15 % waren einer staatlichen Versicherung (Medicaid, Children's Health Insurance Program etc.). 25 % hatten keine Krankenversicherung.

  • Familie:

    • 58 % der jungen Männer und 51 % der jungen Frauen lebten 2013 bei den Eltern.
    • Die Geburtsrate bei jungen Frauen ist seit 1991 auf ein historisches Tief gesunken.

  • Gesellschaftliches Engagement:

    • Wenn es um die Wahlen für den Kongress geht, verhalten sich junge Menschen ähnlich wie der Rest der Bevölkerung: Nur 38 % gingen 2012 (2010: 20 %) wählen. Bei den Präsidentschaftswahlen ist die Wahlbeteiligung höher.
    • 2012 waren 19 % der 20- bis 24-Jährigen ehrenamtlich in einer Organisation tätig.

  • Freizeitverhalten:

    • 2011/2012 waren 30 % der 18- bis 24-Jährigen in ihrer Freizeit soweit aktiv, dass diese Aktivitäten immerhin den amerikanischen Richtlinien für körperliche Aktivität von 2008 entsprachen.
    • 2012 rauchten 20 % der männlichen und 15 % der weiblichen Jugendlichen. Seit den 1990er Jahren ist auch hier ein Rückgang zu verzeichnen.

  • Gesundheit und Sicherheit:

    • Zwischen 1988 und 1994 sowie 1999 und 2002 gab es einen Anstieg in puncto Übergewicht bei Jugendlichen, während es zwischen 1999 und 2002 sowie 2007 und 2010 keine größeren Veränderungen gab.
    • Zwischen 2002 und 2012 ist der Missbrauch von Suchtmitteln bei jungen Männern von 28 auf 23 % gesunken, bei jungen Frauen mit 16 % gleich geblieben.
    • 2010 ging über die Hälfte der Todesfälle durch Verletzungen bei 18- bis 24-Jährigen auf Verkehrsunfälle oder Schusswunden zurück.

Diese und weitere Informationen zu dem Bericht können Sie auf der Website des Federal Interagency Forum on Child and Family Statistics nachlesen.

Quelle: childstats.gov/americaschildren/index9.asp

Redaktion: DIJA

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