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Junge Zuwanderer in Dänemark unterliegen starker sozialer Kontrolle

Junge Zuwanderinnen und Zuwanderer in Dänemark unterliegen einer starken sozialen Kontrolle - insbesondere in Bezug auf die Wahl ihrer Ehepartner, Freunde und wenn es um das Thema Geschlechtsverkehr vor der Ehe geht. Das geht aus dem aktuellen Bericht Ung i 2011 – nydanske unges oplevelse af social kontrol, frihed og grænser des dänischen Sozial- und Integrationsministeriums hervor.

Junge Mädchen und Frauen sind davon noch stärker betroffen als junge Männer. Jede vierte befragte Person erlebt, dass die Familie in die Auswahl des Ehepartners eingreift. Ein Viertel der Befragten hat Angst, dass die Familie einen Partner auswählt, mit dem sie nicht einverstanden sind. Fast 40 % der jungen zugewanderten Frauen sieht sich besonders starker sozialer Kontrolle ausgesetzt. Insbesondere das Thema Familienehre spielt hier eine große Rolle. Je wichtiger das Thema in der Familie ist, um so stärker sehen sich die Jugendlichen mit Einschränkungen und Verboten konfrontiert. Der Bericht zeigt aber auch, dass viele junge Leute Einstellungen vertreten, die soziale Kontrolle befördern bzw. unterstützen und den eigenen Freiraum begrenzen.

Im Zuge der Befragung wurden zwischen September 2010 und August 2011 rund 3000 Jugendliche interviewt, davon etwa 1000 Zuwanderinnen und Zuwanderer mit einem nicht-westeuropäischen Hintergrund. Der Bericht ist der erste seiner Art in Dänemark.

Weitere Informationen und der Bericht zum Herunterladen (pdf, 3,42 MB, in Dänisch, 199 Seiten) hier ...

(Quelle: Dänisches Sozial- und Integrationsministerium)

Redaktion: DIJA

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