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Koordinator für den deutsch-japanischen Jugendaustausch gefordert

Der Bundestag hat angeregt, einen Koordinator für den deutsch-japanischen Jugendaustausch zu schaffen. Dieser soll für eine stärkere Wahrnehmung bereits bestender Austauschprogramme unter der Jugend beider Länder werben und das Interesse am Erlernen der jeweils anderen Sprache wachhalten. Ferner strebe der Bundestag eine Ausweitung der Kontakte und des Erfahrungsaustausches mit dem Parlament in Tokio an, ist einem Antrag (17/4545) der Regierungsfraktionen sowie der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen zu entnehmen. Anlass der Initiative sei der 150. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Preußen und Japan.

Am 24. Januar 1861 unterzeichneten das damalige Preußen und Japan einen Handels-, Schifffahrts- und Freundschaftsvertrag. Die vier Fraktion stellen fest, gemeinsame Werte wie Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, und freiheitliche Demokratie, aber auch marktwirtschaftliche Ordnung seien ein ”starkes Bindeglied“ geworden. Die gemeinsame Verpflichtung zur Lösung globaler Herausforderungen und zur Sicherung von Frieden und Stabilität in regionalen Krisenherden beizutragen, lässt Deutschland und Japan nach Ansicht der vier Fraktionen zu ”natürlichen Partnern“ für das 21. Jahrhundert werden.
Im Zuge der engen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit haben sich in der letzten Jahrzehnten auch die politische Zusammenhang verdichtet. Gemeinsam verfolgten beide Länder ihre Interessen bei zentralen Zukunftsthemen wie Abrüstung und Nichtverbreitung sowie – unter anderem mit der Reform des UN-Sicherheitsrats – ”global governance“. Die ”enge Abstimmung“ über gemeinsame Positionen beim Klimaschutz und weitere gemeinsame Schritte zur Friedensicherung wie zum Beispiel in Afghanistan vertieften die ”vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sind sich CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne sicher.

Zu Beginn des 21. Jahrhundert seien die japanisch-deutschen Beziehungen unkomplizierter denn je. Durch eine Vielzahl gemeinsamer Interessen und globaler Verantwortung seien beide ”natürliche Partner und Freunde für das neue Jahrhundert“. 150 Jahre deutsch-japanische Beziehungen seien eine ”bemerkenswerte Erfolgsgeschichte“, die beide Partner ”fortschreiben wollten und werden“, so die vier Fraktionen.

Quelle: HiB, Nr. 38/2011

Redaktion: Dr. Dirk Hänisch

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