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Neue EU-Publikation beleuchtet Beitrag der Jugendarbeit zu Migrations- und Flüchtlingsfragen

Die Europäische Kommission hat eine Publikation herausgegeben, die den Beitrag der Jugendarbeit zu migrations- und flüchtlingsrelevanten Fragen thematisiert. Die Publikation fasst Ergebnisse einer Expert(inn)en-Gruppe aus Politikverantwortlichen, Forscher(inne)n und Praktiker(inne)n zusammen. Für einen Bereich 'Toolbox' wurden Praxisbeispiele aus Europa gesichtet und ausgewertet. Außerdem werden in einem weiteren Teil der Publikation Empfehlungen ausgesprochen, wie der Jugendbereich in Integrationsprozessen beitragen und wie Politik hierbei unterstützen kann.

Die Expert(inn)en-Gruppe benannte vier Formate, bei denen Jugendarbeit einen besonderen Beitrag leisten kann:

  • für junge Migrant(inn)en, die ein sicheres Umfeld benötigen,
  • für junge Migrant(inn)en auf dem Sprung in ein neues Leben,
  • für junge Migrant(inn)en mit einer Langzeitperspektive,
  • für die aufnehmende Gesellschaft und Bevölkerung.

Für jeden Bereich werden Vorschläge und Anregungen unterbreitet, wie Jugendarbeit sich hier einbringen kann. Unter anderem wurden dafür Praxisbeispiele aus Europa gesammelt und ausgewertet. Eine Übersicht dazu findet sich im Anhang der Publikation.

Neben dem praktischen Teil - der Toolbox - werden auch Empfehlungen ausgesprochen, wie Politik in den vier oben genannten Bereichen agieren und Integrationsprozesse unterstützen kann. Die Empfehlungen richten sich dabei an Politikverantwortliche auf allen Ebenen, von lokal bis europäisch.

Die Publikation ist in englischer Sprache auf der Webseite des Amtes für Veröffentlichungen der Europäischen Union erhältlich und steht als pdf zum Herunterladen verfügbar.

Hintergrund

Die oben erwähnte Expert(inn)en-Gruppe wurde im Rahmen des EU-Arbeitsplans für Jugend 2016-2018 geschaffen. Ihr Mandat umfasste für die oben beschriebene Publikation den spezifischen Beitrag von Jugendarbeit, sowohl im Bereich des non-formalen Lernens als auch des informellen Lernens, zu definieren. Hierbei sollte das Augenmerk insbesondere auf die Möglichkeiten und Herausforderungen gelegt werden, die aus der zunehmenden Zahl an jungen Migrant(inn)en und Flüchtlingen in der Europäischen Union für das Arbeitsfeld Jugendarbeit erwachsen.

Quelle: Europäische Union

Redaktion: DIJA

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