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Neues Gesetz zur Freiwilligenarbeit in Spanien verabschiedet: offen, partizipativ, generationenübergreifend

Die Ampel ist grün. Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Nach rund 20 Jahren hat Spanien ein neues Gesetz über die Freiwilligenarbeit auf den Weg gebracht. Das alte, bisher gültige Gesetz war 1996 in Kraft getreten. Nun war eine Neuauflage erforderlich, um die Gesetzeslage an die Gegebenheiten und Bedingungen des 21. Jahrhunderts anzupassen.

Das neue Gesetz wurde offener und partizipativer gestaltet und bietet mehr Raum für generationenübergreifende Maßnahmen. Die Freiwilligenarbeit kann nun viel breiter aufgestellt werden und auch in Bereichen, die bisher nicht abgedeckt waren, geleistet werden wie zum Beispiel in Betrieben, Universitäten oder der öffentlichen Verwaltung. Weitere Bereiche sind: sozialer Bereich, internationale Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt (auch Tierschutz), Kultur, Sport (auch paralympischer Bereich), Freizeit, Zivilverteidigung (bei Notfällen oder Naturkatastrophen).

Auch Freiwilligenarbeit, die aufgrund der heutzutage bestehenden digitalen und technischen Möglichkeiten nicht unbedingt an eine physische Präsenz an einen Ort gebunden ist, wird nun mehr wert geschätzt und anerkannt.

Durch das geänderte Gesetz wird auch der Zugang zur Freiwilligenarbeit geregelt, um zu verhindern, dass Straftäter/-innen, die wegen Menschenhandels, Sexualverbrechen, häuslicher Gewalt oder terroristischer Akte veurteilt wurden, in Projekten arbeiten, die insbesondere mit Kindern, Familien und Frauen zu tun haben. 12 Jahre ist zukünftig das Mindestalter für die Aufnahme einer freiwilligen Tätigkeit.

Auf mehr Anerkennung können auch Freiwillige aus Betrieben und Universitäten hoffen, die ihre Arbeitszeit aufgrund ihrer freiwilligen Aktivitäten reduzieren. Unter anderem darf freiwilliges Engagement nicht als Kündigungsgrund dienen.

Die Gesetzesanpassung wurde am 15. Oktober im Offiziellen Staatsbulletin veröffentlicht und ist damit in Kraft.

Quelle: Injuve

Redaktion: DIJA

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