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OECD-Studie fordert Nacharbeit bei Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Schweiz

Eine am 14.2.2012 veröffentlichte Studie der OECD gibt der Schweiz weitgehend gute Noten für die Integration von Migrantinnen und Migranten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Integrationsdefizite stellt die Studie bei einzelnen Gruppen fest, so beispielsweise bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Verbesserungsmöglichkeiten ortet die OECD bei der Anerkennung von im Ausland erlangten Diplomen.

Auszüge aus den Forschungsergebnissen:

  • Kinder von Immigrant(inn)en erzielen im internationalen Vergleich gute Resultate auf dem Arbeitsmarkt.
  • Kinder und Jugendliche, deren zugewanderte Eltern ein tiefes Bildungsniveau haben, erbringen in der Schule schlechte Leistungen.
  • Der Bereich der frühkindlichen Bildung ist in der Schweiz noch nicht sehr weit entwickelt.
  • Jugendliche mit Migrationshintergrund, insbesondere wenn die Eltern aus Ex-Jugoslawien stammen, müssen bei gleichen Qualifikationen bis zu fünf Mal mehr Bewerbungen schreiben müssen als ihre gleichaltrigen Mitbewerber/-innen ohne Migrationshintergrund, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Der Bericht empfiehlt der Schweiz, kantonsübergreifend verbindliche Minimalnormen für Integrationsmaßnahmen zu entwickeln. Diese Maßnahmen sollen die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen in den Arbeitsmarkt fördern und mögliche Benachteiligungen verhindern.

Am 23. November 2011 sprach sich der Bundesrat für rechtliche Neuerungen der Integrationsbestimmungen aus. Die von der OECD gemachten Empfehlungen zu möglichen Handlungsmaßnahmen bekräftigen diese Stoßrichtung. Gemeinsam mit den Kantonen will der Bund die Integrationsförderung verstärken. In den nächsten zwei Jahren sollen die Kantone entsprechende Integrationsprogramme erarbeiten. Diese sollen sich schweizweit an gleichen Zielen orientieren.

Eine Zusammenfassung der OECD-Studie (pdf, 104 kb, in Deutsch) zum Herunterladen hier ...

Kontakt / Rückfragen: Michael Glauser, Bundesamt für Migration, Fon: +41 31 3259350

(Quelle: Bundesamt für Migration)

Redaktion: DIJA

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