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Österreich: Neues Dossier zum Thema "Jugend und Politik" erschienen

Flagge Österreich. Bildquelle: stux /pixabay.de

Bernhard Heinzlmaier hat im aktuellen Dossier des Instituts für Jugendkulturforschung zum Thema "Jugend und Politik. Über die Absenz des Interesses, Freiheit herzustellen, und den Triumph des Ressentiments über die Revolte" einen Bericht veröffentlicht. Aus dem Inhalt:

Das Vertrauen junger Menschen in die Politik ist erodiert. Entsprechend gering ist heute die Engagementbereitschaft der Jugendlichen. Die Revolte, die in den 1960er und 1970er Jahren zumindest für eine qualifizierte Minderheit innerhalb der Bildungselite des Landes Thema war, ist nur mehr für eine verschwindend kleine Gruppe „postmaterieller IdealistInnen“ eine Handlungsoption. Die breite Mehrheit zeigt statt Idealismus einen scharf konturierten Pragmatismus. Ihr Verhältnis zur Politik ist fordernd und am persönlichen Nutzen orientiert, Ideale oder Werte spielen in ihrem Politikverständnis keine Rolle. Und in jenen Milieus, die von sozialer und kultureller Deklassierung betroffen sind bzw. die sich von Politik und Gesellschaft verlassen und vergessen fühlen, wachsen die Ressentiments.

Ressentiments sind immer mit Neid verbunden: Man beneidet die, die das haben, was man will, aber selbst nicht hat. Deshalb weidet man sich mit Vergnügen an jedem Unglück, das die Begünstigten ereilt. Wie Bernhard Heinzlmaier zeigt, ist das Ressentiment vom Prinzip her immer passiv. Es erhebt sich in den seltensten Fällen, um die Umstände, unter denen es leidet, zu ändern.

Das Dossier "Jugend und Politik" von Bernhard Heinzlmaier finden Sie auf der Internetseite des Instituts für Jugendkulturfoschung Österreich.

Quelle: boja.at

Redaktion: DIJA

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