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Österreichischer Jugendminister: "Jugend ist bereit, an Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitzuwirken"

Der am 21.09.2011 im Nationalrat diskutierte 6. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich wurde neu aufgesetzt, interdisziplinär angelegt und von einer 55-köpfigen Expertenkommission ausgearbeitet. "Jugendpolitik muss als Querschnittsmaterie vom Bund bis in die Gemeinden, Vereine und die Familien gesehen werden. Der vorliegende Bericht gibt uns einen umfassenden Überblick, bei dem sowohl die Stärkefelder unserer Jugendarbeit angesprochen, als auch Problemfelder skizziert werden", sagte dazu Jugend- und Familienminister Dr. Reinhold Mitterlehner im Nationalrat.

"Unsere Jugend befindet sich in einem Spannungsfeld der Werteentwicklung und gesellschaftlichen Veränderung. Es ist allerdings unrichtig, dass Politikverdrossenheit bei den Jugendlichen gang und gäbe ist. 2004 waren neun Prozent der 16- bis 18-Jährigen an Politik sehr interessiert. 2009 waren es bereits 23 Prozent und die Jugend ist bereit, stärker an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitzuwirken", betont Mitterlehner. Mit der Senkung des Wahlalters auf 16 habe man daher eine richtige Entscheidung getroffen, die das Interesse der Jugend an Politik fördere. "Gestärkt wird diese Tendenz durch eine positive Grundeinstellung der Jugend zur Demokratie und Werten wie Familie und Freunde. Hier deckt sich der Bericht mit dem
im Frühjahr veröffentlichten Jugendmonitor", so Mitterlehner.

Die wichtigsten Problemfelder bilden laut dem Bericht Bereiche wie Bildung, Ausbildung und Arbeitsplatz, gleichzeitig zählt Österreich im europäischen Vergleich zu den Ländern mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit. "Schulabbrecher sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Daher müssen wir uns noch mehr bemühen, die richtigen Maßnahmen zu setzen, indem wir beispielsweise früher die Eltern mit einbeziehen und Berufsorientierung und Jobcoaching weiter ausbauen", so Mitterlehner.

Für Mitterlehner werden in der Behandlung und Lösung der Probleme durch Beratungsstellen, Elternbildungseinrichtungen, Kinderschutzzentren oder Schuldnerberatungsstellen bereits wirkungsvolle Maßnahmen gesetzt. "Aber durch Beratungen alleine werden die Probleme oft noch lange nicht gelöst. Hier brauchen wir insgesamt eine noch stärkere Partizipation und Berücksichtigung der Jugend in unserer Gesellschaft, wie wir sie zum Beispiel durch die geplante Generationenverträglichkeitsprüfung erreichen. Dazu führen wir auch einen regelmäßigen Dialog mit Jugendvertretern", so der Minister abschließend.

Quelle: ATA-OPS, Österreich

Redaktion: Kerstin Wondratschek

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