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Pew Research Center hat nachgefragt: EU-Bürger missbilligen Umgang mit Flüchtlingsthema

Jugendlicher auf einer Bank, der skeptisch in die Kamera schaut. Bildquelle: mikegi / pixabay.com

Das in Washington ansässige Pew Research Center hat in zehn Staaten der Europäischen Union (EU) - Deutschland, Schweden, Großbritannien, Niederlande, Polen, Ungarn, Frankreich, Griechenland, Spanien, Italien - eine Meinungsfrage zur EU durchgeführt. Diese Länder repräsentieren laut Pew 80 Prozent der EU-Bevölkerung und 82 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Die Unzufriedenheit der meisten EU-Bürger/-innen ist auf den Umgang mit dem Thema Flüchtlinge zurückzuführen. In allen an der Umfrage beteiligten Ländern missbilligte die große Mehrheit der Befragten die Vorgehensweise der EU (Griechenland: 94 %, Schweden: 88 %, Italien: 77 %). Die meiste Zustimmung des EU-Managements der Flüchtlingspolitik gab es in den Niederlanden, diese liegt aber auch dort gerade mal bei 31 %.

Junge Leute zwischen 18 und 34 Jahren stehen der EU wohlwollender gegenüber als die Generation der 50-Jährigen und älter. Dies trifft auf sechs der zehn befragten Länder zu. Die Lücke zwischen den Generationen in Bezug auf die Einstellung zur EU ist in Frankreich am größten (25 Prozentpunkte): 56 % der jungen Menschen sind der EU gegenüber positiv eingestellt, aber nur 31 % der Älteren haben eine positive Meinung zur EU. Auch in den anderen Ländern gibt es eine größere Differenz zwischen Jungen und Alten, was die Einstellung zur EU angeht (Großbritannien: 19 %-Punkte, Niederlande: 16, Polen und Deutschland: 14, Griechenland: 13).

Zum Thema Brexit äußerte sich die große Mehrheit besorgt. 89 % der Befragten in Schweden, 75 % in den Niederlanden und 74 % in Deutschland glauben, dass ein Austritt Großbritanniens schlecht sei für die EU. Frankreich ist das einzige Land, in dem die 32 % der Befragten sagten, dass ein Brexit positive Auswirkungen für die EU haben würde.

Weitere Informationen und Ergebnisse der Umfrage des Pew Research Center

Quelle: Pew Research Center

Redaktion: DIJA

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