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Rat für Beschäftigung will bessere Anerkennung nicht formalen Lernens

Die Anerkennung nicht formaler Bildung soll zur Erwerbsfähigkeit beitragen. Eine "Jugend-Beschätigungs-Garantie" wollen die EU-Mitgliedsländer jedoch nicht.

Die Ministerinnen und Minister für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz in der Europäischen Union nahmen auf ihrer Ratssitzung im Juni Schlussfolgerungen zur Förderung der Jugendbeschäftigung an.

Vor dem Hintergrund der Strategie Europa 2020 erörterte der Rat die Situation der Jugendlichen auf den europäischen Arbeitsmärkten. Eine Jugendarbeitslosigkeit von im Schnitt 20,8 %, prekäre Arbeitsverhältnisse und ein gleichzeitig drohender Fachkräftemangel kennzeichnen die Lage. Vor allem junge Menschen mit unzureichender Berufsausbildung, Schulabbrecher oder Jugendliche aus marginalisierten und benachteiligten Milieus sind gefährdet.

Erstmalig fordert der Rat nicht nur eine Verbesserung der formalen Bildungs- und Ausbildungssysteme, sondern auch eine bessere Anerkennung nicht formaler Bildung, „damit die Ungleichgewichte zwischen Qualifikationsangebot und Arbeitsmarktbedürfnissen verringert werden können.“ Im Klartext: Nicht formale Bildung soll die Schlüsselkompetenzen bringen, die Arbeitgeber häufig schmerzlich vermissen.

Außerdem sollten die Mitgliedstaaten unter anderem „Arbeitserfahrungsprogramme und Freiwilligentätigkeit“ fördern. Um den Eintritt junger Menschen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und zu beschleunigen, sollen „aufsuchende Strategien“ ausgebaut werden, etwa durch Partnerschaften „zwischen Arbeitsvermittlungsdiensten, Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung, sozialen Diensten und Berufsberatungsdiensten, Sozialpartnern und Jugendorganisationen“. Auch eine „hochwertige Mobilität junger Menschen auf nationaler wie auch europäische Ebene“ sei zu diesem Zweck zu fördern, heißt es in den Schlussfolgerungen des Rates.

>> Mehr Informationen auf den Seiten von JUGEND für Europa.

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

Redaktion: Christian Herrmann

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