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Regeln für unbegleitete jugendliche Asylsuchende in der EU sollen klarer werden

Mädchen sitzt einsam auf dem Asphalt. Bildquelle: lassedesignen - Fotolia

Im vergangenen Jahr haben 12 690 unbegleitete Minderjährige in der EU einen Asylantrag gestellt. Nicht jeder von ihnen verfügt in der EU über Verwandte oder Bekannte. Diese Jugendlichen gelten als besonders gefährdet, und auf sie muss in den frühen Stadien eines Asylverfahrens besonderes Augenmerk gerichtet werden.

In Reaktion auf ein Urteil des EU-Gerichtshofs hat die Europäische Kommission heute, am Donnerstag, den 26.6.2014, klarere Regeln für jugendliche Asylsuchende in der EU vorgeschlagen.
Konkret geht es darum, welcher Mitgliedstaat für die Bearbeitung der Asylanträge von unbegleiteten Jugendlichen zuständig ist. Damit soll insbesondere die Lage jener um internationalen Schutz nachsuchenden Minderjährigen verbessert werden, die keine Familienangehörigen oder sonstigen Verwandten in der EU haben.

Grundsätzlich soll demnach jeder Fall von minderjährigen Antragstellern ohne Familienanschluss in dem Mitgliedstaat geprüft werden, in dem der Antrag gestellt wurde und sich der Antragsteller aufhält. Der Antragsteller muss im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats verbleiben, bis das Prüfverfahren abgeschlossen ist, es sei denn, dies wäre nicht in seinem Wohl. Hält sich der Antragsteller in einem Mitgliedstaat auf, in dem er keinen Antrag eingereicht hat, muss dieser Mitgliedstaat ihm wirksam die Möglichkeit einräumen, einen solchen Antrag in seinem Hoheitsgebiet zu stellen.

Über den Vorschlag der Kommission beraten jetzt das Europäische Parlament und die EU-Staaten. Die Kommission ist zuversichtlich, dass eine Einigung während der italienischen Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2014 zustande kommen wird.

Quelle: ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/12500_de.htm

Redaktion: DIJA

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