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Regierungserklärung in Schweden: Es ist Zeit, die Fähigkeiten und Kreativität junger Menschen zu nutzen

Blondes Mädchen schreit in ein Megaphon. Bildquelle: Uwe Annas - Fotolia.com

Schwedens neue Regierung unter Premierminister Stefan Löfven hat am 3. Oktober eine Regierungserklärung abgegeben. Dort hat er unter anderem gesagt, dass es an der Zeit wäre, die Energie, die Fähigkeiten und die Kreativität junger Menschen im Lande zu nutzen, um Schweden moderner zu machen. Er sprach davon, dass arbeitslose Jugendliche eine Perspektive erhalten müssten, indem man ihnen innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen eine Arbeit, eine Ausbildungstelle oder eine Fortbildung anbietet.

Außer betont Löfven, wie wichtig der Abschluss der weiterführenden Schule (gymnasieskolan) für den Verlauf der weiteren beruflichen Karriere der Jugendlichen wäre. In Schweden hat jeder Jugendliche das Recht, die weiterführende Schule zu besuchen. Ein neuer Bericht des Skolverket, der Schwedischen Nationalen Agentur für Bildung, zeigt auf, dass der Abschluss der weiterführenden Schule wichtig für das berufliche Weiterkommen und auf dem Arbeitsmarkt ist. 75 % der Jugendlichen mit einem Abschluss der weiterführenden Schule hatten fünf Jahre danach eine feste Anstellung oder studierten an einer Hochschule/Universität. Bei den Jugendlichen, die im 3. Jahr der weiterführenden Schule abgebrochen hatten, waren es nur 28 %.

In seiner Regierungserklärung führt Löfven weiter aus, dass das Angebot an den weiterführenden Schulen breiter aufgestellt werden und mindestens ein künstlerisches Angebot enthalten solle. Die berufsorientierten Programme sollen an Berufsschulen ausgelagert und attraktiver gestaltet werden. Außerdem möchte die neue schwedische Regierung die Anzahl der Studienplätrze erhöhen und die Standards in der Hochschulbildung verbessern. Ebenso sollen die Bedingungen für junge Forscher/-innen und Wissenschaftler/-innen verbessert werden. Ein neues Gesetz zu Forschung soll auf einen Zeitraum von 10 Jahren ausgelegt werden.

Löfven möchte ebenfalls das schwedische Gesundheitssystem verbessern, um jungen Menschen, insbesondere jungen Frauen, LGBTQ und Jugendlichen mit Behinderungen,den Zugang zum Gesundheitssystem zu erleichtern.

Der neue Regierungschef setzt sich auf für mehr Chancen und Angebot für Kinder und Jugendliche im Breitensport und Verbandswesen ein und spricht sich für niedrigere Beiträge aus, um so auch die Angebote in nspruch nehmen zu können. Geplant ist zudem eine nationale Strategie für den Kulturbereich und Musikschulen.

Die ausführliche Regierungserklärung zum Nachlesen auf Englisch auf der Website der schwedischen Regierung unter: www.regeringen.se/content/1/c6/24/75/69/c749588b.pdf

Quelle: Schwedische Regierung

Redaktion: DIJA

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