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Rückblick und Ausblick: 10 Jahre nach den Jugendkrawallen in Frankreich

Eingeschlagene Glasscheibe. Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de

Seit den 80er Jahren kommt es in den französischen Banlieues regelmäßig zu Jugendgewalt und Ausschreitungen. Im Herbst 2005 erreichten die Unruhen jedoch ein erschreckendes Ausmaß, das in seiner Dauer und Ausbreitung im ganzen Land die französische Nation schwer erschütterte.
Auslöser war der Tod von zwei Jugendlichen, die vor der Polizei flüchteten. Drei Wochen lang randalierten Jugendliche in den Vorstädten Frankreichs und lieferten sich heftige Straßenschlachten mit der Polizei. Im Verlauf brannten mehr als 10.000 Fahrzeuge. Hunderte öffentliche Gebäude wurden zerstört, darunter Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Postämter, Rathäuser und Polizeidienststellen.
Infolge lies die Regierung erstmals seit dem Algerienkrieg den Ausnahmezustand ausrufen.
Seit 2005 hat es viele weitere Ausschreitungen in Frankreich gegeben, die jedoch kein vergleichbares Ausmaß mehr erlangt haben, jedoch von einer sehr viel höheren Gewaltbereitschaft der Jugendlichen zeugen.

10 Jahre nach den schweren Ausschreitungen beschäftigt sich nun ein Dossier "Les émeutes de 2005, dix ans après" mit den Konsequenzen der Unruhen.
In einem Interview spricht ein Mitherausgeber des Dossiers darüber, warum der Herbst 2005 einen Wendepunkt in der französischen Geschichte darstellt, was sich für die Jugendlichen in den benachteiligten Randgebiete der französischen Großstädte seitdem geändert hat, wie die Politik reagiert hat und welche Lehren die Jugendlichen selbst aus den Ereignissen von 2005 gezogen haben.

Das Interview mit Régis Cortesero ist nachzulesen unter: www.injep.fr/10-ans-apres-mieux-comprendre-les
Das Dossier "Les émeutes de 2005, dix ans après" kann kostenpflichtig bestellt werden unter: www.injep.fr/spip.php

Redaktion: DIJA

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