zur Übersicht

Schweiz: Prävention von Jugendgewalt - Strategien statt Einzelmaßnahmen

Erstmals liegt eine umfassende Übersicht über die Gewaltprävention in der Schweiz vor. Sie zeigt, dass in den Kantonen, Städten und Gemeinden ein beeindruckendes Maß und eine Vielfalt an Präventionsmaßnahmen existieren. Zehn Kantone haben in den letzten Jahren auf übergeordneter Ebene Strategien zur Bekämpfung von Jugendgewalt entwickelt. Isolierte Einzelmassnahmen entfalten demgegenüber zu wenig Wirkung. Wichtige Impulse gehen dabei vom gesamtschweizerischen Präventionsprogramm Jugend und Gewalt aus, welches Bund, Kantone, Städte und Gemeinden gemeinsam umsetzen.

Was unternehmen Kantone, Städte und Gemeinden zur Prävention von Gewalt unter Jugendlichen? Welche Grundlagen bestehen und wer ist in den Kantonen für die Gewaltprävention zuständig? Das von Bund, Kantonen und Gemeinden gemeinsam getragene Programm 'Jugend und Gewalt' hat zur Beantwortung dieser Fragen eine gesamtschweizerische Übersicht erstellen lassen. Unter www.jugendundgewalt.ch stehen online Portraits aller 26 Kantone und 33 ausgewählter Städte und Gemeinden zur Verfügung. Außerdem bietet eine Datenbank Zugang zu einer Auswahl an Präventionsmaßnahmen.

Ergebnisse der Zusammenfassung

Die vom Programm Jugend und Gewalt beauftragten Forschenden kommen zum Schluss, dass es sich selbst für kleine Kantone und Gemeinden lohnt, in eine Gewaltpräventionsstrategie zu investieren. Isolierte Einzelmaßnahmen sind hingegen nicht geeignet, Probleme wirkungsvoll zu bekämpfen. Je nach Situation ist eine Kombination von Maßnahmen bezogen auf Familie, Schule, Freizeit und den öffentlichen Raum angezeigt. Zielführend sein kann beispielsweise eine Kombination von Maßnahmen zur Förderung von sozialen Kompetenzen bei Kindern, zur Verbesserung des Schulklimas in Verbindung mit gezielten Maßnahmen gegen Mobbing sowie leicht zugängliche und betreute Freizeitangebote für Jugendliche in Verbindung mit mobilen Interventionsteams im öffentlichen Raum.

Mit der Gesamtschau wurde ein wichtiger Meilenstein im Rahmen des Präventionsprogramms 'Jugend und Gewalt' erreicht, welches Kantonen und Gemeinden auch gezielte Unterstützung zur Verbesserung der Gewaltprävention anbietet. 

Hintergrund zum Präventionsprogramm Jugend und Gewalt

Das gesamtschweizerische Präventionsprogramm 'Jugend und Gewalt' wurde vom Bundesrat im Juni 2010 für die Jahre 2011 – 2015 beschlossen. Das Programm beruht auf der Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen sowie Städten und Gemeinden. Mit dem Programm soll die Grundlage für eine wirksame Gewaltprävention in der Schweiz geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen vier Aktionsschwerpunkte: der Aufbau einer Wissensbasis der Gewaltprävention, das praxisnahe und breite Vermitteln von gesichertem Wissen, die Förderung der Vernetzung der Akteure und die Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen Prävention, Intervention und Repression.

Quelle: jugendundgewalt.ch

Redaktion: DIJA

Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter