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Schwerpunkte für "Jugend erinnert" vorgestellt

Schwerpunkte für "Jugend erinnert" vorgestellt
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Stelenfeld mit Besuchern BildImage: Pressefoto | Marko Priske

Bei einem Treffen mit Jugendlichen aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin haben Außenminister Maas und Familienministerin Giffey die internationalen Schwerpunkte des Programms „Jugend erinnert“ vorgestellt. Ziel ist, vor allem auch im internationalen Austausch, die Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen zu stärken.

Die Jugendlichen werden von ihren Eindrücken von Gedenkstättenfahrten berichten. Im Fokus des Austauschs stehen das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Frage, was die Jugendlichen für sich und ihre Zeit aus dem Erlebten mitgenommen haben.

Familienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Wir möchten möglichst vielen Jugendlichen den Besuch eines Lernorts der NS-Vergangenheit ermöglichen. Die Jugendlichen berichten immer wieder davon, wie sehr sie die realen Orte der Verbrechen beeindruckt haben. Diese Erfahrungen konnten sie nur dort machen.

Deshalb ermöglichen wir im Rahmen des neuen Förderprogramms „Jugend erinnert“ in den nächsten zwei Jahren rund 500 Gedenkfahrten, mit denen  2019 und 2020 insgesamt über 10.000 Jugendliche Gedenkstätten besuchen können. Wer vor Ort erlebt hat, wohin Nationalismus und Rassismus führen, wird mit viel größerer Überzeugung für unsere freiheitliche Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Europa eintreten und diese Überzeugung auch an die nächste Generation weitergeben. Das ist gerade in einer Zeit von enormem Wert, in der es wieder eine zentrale Aufgabe geworden ist, jeden Tag neu für die Werte unseres Grundgesetzes einzutreten."

Außenminister Heiko Maas:

"Wir halten in diesen Tagen inne, um der 13 Millionen Menschen zu gedenken, die der Mordmaschinerie der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Von Deutschland ging das größte Menschheitsverbrechen der Geschichte aus.

Der Auftrag und der Ansporn, die uns heute daraus erwachsen, obliegen jedem Einzelnen von uns, sie sind Teil unseres Selbstverständnisses: Das Erinnern und das Eintreten gegen Antisemitismus, Antiziganismus und jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus gehören untrennbar zusammen. Zukunft braucht Erinnerung.

Genauso richtig ist: Wir brauchen ein Erinnern für die Gegenwart. Jede Generation muss sich das Gedenken neu erarbeiten. Je näher die Zeit kommt, wenn wir nicht länger auf das unschätzbare Engagement so vieler Zeitzeugen werden zurückgreifen können, desto dringlicher müssen wir unsere Erinnerungskultur so entwickeln, dass sie auch in Zukunft Bestand hat. Das heißt: historisches Wissen bewahren und handlungsleitend werden lassen.

Das Programm „Jugend erinnert“ wird dazu einen Beitrag leisten – und darüber hinaus Begegnungen und Austausch schaffen, gerade auch mit Jugendlichen aus Osteuropa und Israel."

Nähere Informationen liefert das Informationspapier "Zukunft braucht Erinnerung - „Jugend erinnert“


[Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Zukunft braucht Erinnerung, 29.1.2019]

Redaktion: Cathrin Piesche

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