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Spanien forciert gemeinsames Vorgehen gegen Jugendarbeitslosigkeit

Wie bereits im Februar 2012 angekündigt, nimmt der Strategieplan der spanischen Regierung zur Jugendemanzipation, der zu mehr Zugang zu Beschäftigung und zu Wohnraum führen soll, weiter Form an. Dieser soll bis 15. September vorliegen. Vertreter/-innen verschiedener Ministerien, unter anderem Gesundheit und Soziales, Justiz, Industrie, Energie und Tourismus, Bildung, Landwirtschaft und Umwelt sowie Beschäftigung, kamen zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Unter anderem wurden die Grundlagen für die zukünftige Zusammenarbeit und Koordination mit den Autonomen Gemeinschaften, lokalen Behörden und verschiedenen sozialen Diensten geschaffen.

Derzeit sind in Spanien über 1,7 Millionen junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren arbeitslos; das entspricht einer Arbeitslosenrate von 40 %. Zählt man nur die Jugendlichen bis 24 Jahre, dann liegt die Rate bei 52,01 %. Zieht man nur die Jugendlichen unter 29 Jahren in Betracht, die im Elternhaus wohnen, dann sind es sogar 75,44 %. Nach den Worten des Staatssekretärs für Soziales und Gleichstellung, Juan Manuel Moreno, ist es "Zeit für einen Großeinsatz". Moreno bat die Verwaltungen und Sozialdienste eindringlich, ihre Anstrengungen zu verstärken, um Lösungen zu finden und die zur Verfügung stehenden Mittel mit maximalem Output einzusetzen, damit Jugendliche endlich Chancen erhalten, die ihnen bisher verwehrt blieben.

Der Strategieplan sieht drei große Bereiche vor:

  • Förderung unternehmerischer Initiativen und Impulse für die Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt,
  • Förderung des Zugangs Jugendlicher zu Wohnraum sowohl zur Miete als auch zum Kauf,
  • Anpassung der Berufsbildung und beruflichen Weiterbildung. 

Neben den Autonomen Gemeinschaften steuern der Verband der Gemeinden und Provinzen (Federación Española de Municipios y Provincias, FEMP) sowie Sozialverbände ihre Vorschläge bei, die in die Entwicklung des Strategieplans nach dem Sommer einfließen.

(Quelle: Pressemeldung der spanischen Regierung, gesehen 16.5.12)

Redaktion: DIJA

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