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Spanien: Jugendliche nutzen Kulturangebote am meisten

Im Ballett. Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

In der neuesten Umfrage des spanischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Sport zu kulturellen Gewohnheiten und Praktiken wird sichtbar: Die Hauptkonsument(inn)en kultureller Angebote sind weiblich, jung und haben studiert. Jugendliche gehen vor allem in Museen, besichtigen Denkmäler und Gedenkstätten, besuchen mehr und mehr Bühnen- und Musikaufführungen, lesen mehr, gehen immer öfter in Bibliotheken und werden immer öfter selber kulturell aktiv. Diese Aktivitäten nehmen mit zunehmenden Alter immer mehr ab. Erfasst wurde der Zeitraum 2014-2015.

Im Vergleich zu 2010/2011 zeigt sich ein Anstieg beim Musikhören, Lesen und bei Kinobesuchen. Außerdem werden gerne Konzerte von aktuell angesagten Gruppen und Künstler(inne)n, das Theater und der Zirkus besucht.

Neben dem Anstieg bei Theaterbesuchen sind auch mehr Besuche von Ballett- und Tanzaufführungen sowie Konzerten mit klassischer Musik zu verzeichnen. Oper und Zarzuela finden jedoch nicht so einen hohen Zuspruch bei der kulturell interessierten Bevölkerung.

Obwohl sich die Anzahl der Personen, die E-Books lesen, verdreifacht (17,7 %) hat, bleibt doch das konventionelle Buch in Papierform der klare Favorit (59 %) bei den Spanier(inne)n. Auch die Anzahl der Personen, die mindestens ein Buch pro Jahr lesen, ist seit 2010/2011 um 3 Prozentpunkte auf 62,2 % gestiegen. Insbesondere bei den Jugendlichen entwickelt sich das Lesen zu einer der Lieblingsbeschäftigungen.

Jung, weiblich, studiert, so stellt sich die durchschnittliche Konsumentin von Kultur dar. Rund 66,5 % der jungen Frauen lesen mindestens ein Buch pro Jahr. Bei den jungen Männern sind es 57,6 %. Es sind auch hauptsächlich die Frauen, die in die Bibliotheken, ins Theater und zu Tanzaufführungen gehen. Männer gehen lieber ins Kino (54,4 % versus 53,6 %).

Die ausführliche Studie (Encuesta de Hábitos y Prácticas Culturales en España) zum Nachlesen ist zu finden auf der Website des spanischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Sport.

Quelle: Spanisches Ministerium für Bildung, Kultur und Sport

Redaktion: DIJA

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