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Spanische Jugend geprägt durch Überqualifizierung, Arbeitslosigkeit, Unsicherheit, Auswanderung

Spanische Jugend geprägt durch Überqualifizierung, Arbeitslosigkeit, Unsicherheit, Auswanderung
Screenshot der Kampagnen-Website 'Juventud Necesaria' des Spanischen Jugendrates. BildImage: Spanischer Jugendrat

Ein Bericht des Spanischen Jugendrates (Consejo de la Juventud) mit dem Titel Juventud Necesaria: consecuencias económicas y sociales de la situación del colectivo joven (Die notwendige Jugend: wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der Situation der Jugendlichen) stellt klar, dass die Jugendlichen in Spanien vor allem Überqualifizierung, Arbeitslosigkeit und Unsicherheit zu kämpfen haben und sehen sich mit der Frage der Auswanderung konfrontiert. Den spanischen Staat kostet diese Situation laut Bericht jährlich bis zu 4000 Millionen Euro. Zwischen 2008 und 2013 haben rund 218 000 junge Menschen das Land verlassen. Die Quote der Teilzeitbeschäftigung von Jugendlichen liegt bei 27,3 % und damit erstmals über dem europäischen Durchschnitt von 27 %. 1995 lag sie unter 10 %. Der Jugendrat fordert daher, die Arbeitslosigkeit um 10 % zu senken, genügend Mietwohnungen und eine bessere Familienpolitik.

Die Krise in Spanien trägt außerdem dazu bei, dass sich Jugendliche immer später vom Elternhaus lösen und emanzipieren. Während in den anderen EU15-Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden) 44,3 % der Jugendlichen zwischen 20 und 29 Jahren ihren eigenen Haushalt führen, sind es in Spanien nur 29,9 %. Außerdem führt diese Situation auch dazu, dass die Geburtenrate sinkt.

Den Bericht (auf Spanisch, 65 Seiten) zum Nachlesen finden Sie auf der Kampagnen-Website 'Juventud Necesaria' des Spanischen Jugendrates unter http://www.juventudnecesaria.es/wp-content/uploads/2015/02/JUVENTUD-NECESARIA-Informe-completo.pdf

Quelle: Spanischer Jugendrat

Redaktion: DIJA

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