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Spanischer Jugendring soll unter Federführung des Spanischen Jugendinstituts INJUVE gestellt werden

Der Spanische Jugendring (Consejo de la Juventud, CJE) soll als beratendes Organ dem Spanischen Jugendinstitut INJUVE unterstellt werden. Das teilte das für den Jugendbereich in Spanien zuständige Ministerium für Gesundheit, Sozialpolitik und Gleichstellung am 21. Juni mit. In der Begründung für diese Entscheidung hieß es, dass "zwei unabhängige Einrichtungen nebeneinander bestehen würden, die in demselben rechtlichen Rahmen fallen" und somit "doppelte Arbeit im Bereich Jugendverbandsarbeit geleistet werden würde". Hintergrund dieses Ansinnens ist die Reform der öffentlichen Verwaltung und die Sparmaßnahmen, die die spanische Regierung verfolgt. Mit dieser Maßnahme ließen sich innerhalb von drei Jahren laut Ministerium auch Kosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro einsparen.

Ähnlich gespart werden soll auch mit dem Wegfall der so genannten Beobachtungsstelle Jugend (Observatorio de Juventud) beim INJUVE, da sich dessen Tätigkeit mit der Tätigkeit der Jugend-Beobachtungsstellen in den spanischen Regionen überschneiden würde.

Der CJE wehrt sich in einer Stellungnahme gegen die von der Regierung und vom Ministerium genannten Gründe für die geplante Subsumierung unter INJUVE. Das würde vor allem bedeuten, dass der CJE seinen Status als unabhängige Interessensvertretung der spanischen Jugendlichen verlieren würde (siehe http://www.cje.org/es/sala-de-prensa/notas-de-prensa/el-consejo-de-la-juventud-de-espana-denuncia-su-eliminacion-encubierta-por-parte-del-gobierno2/, gesehen 5.7.13).

Die Jugend der spanischen Izquierda Unida (Vereinte Linke) wertet dieses Vorgehen als Versuch der regierenden rechts-konservativen PP (Partido Popular), die bestehenden Möglichkeiten für Jugendbeteiligung weiter zu beschneiden (siehe http://www.izquierda-unida.es/node/12377, gesehen 5.7.13).

Auch das Europäische Jugendforum (EJF) ist besorgt über diese Entwicklungen und die Beschneidung der Rechte von Jugendlichen in Spanien. EJF-Präsident Peter Matjašič meint, dass damit unter dem Vorwand Geld zu sparen, ein rechtmäßig gewähltes Organ zur Vertretung der Interessen von Jugendlichen 'mundtot' gemacht werden soll (siehe http://www.youthforum.org/european-youth-forum-shocked-by-the-spanish-governments-announcement-to-close-down-the-spanish-youth-council/, gesehen 5.7.13).

Redaktion: DIJA

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