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Sparpläne in Malta: Statt Arbeitslosenbeihilfe Pflichtpraktika für Jugendliche

Rotstift. Bildquelle: Claudia Hautumm / pixelio.de

Die maltesische Regierung sieht als Teil ihrer geplanten Sparmaßnahmen für 2015 vor, Jugendlichen die Arbeitslosenbeihilfe komplett zu kürzen, wenn sie nicht an Fortbildungsprogrammen oder Praktika teilnehmen, die unter den Maßnahmenplan der sogenannten Jugendgarantie fallen.

Finanzminister Edward Scicluna sagte bei der Vorstellung des Haushaltsplans für 2015 am 17. November, dass junge Leute zwischen 16 und 23 Jahren an Pflichtpraktika und Fortbildungsprogrammen teilnehmen und diese auch abschließen müssten, wenn sie nicht riskieren wollten, ihre Arbeitslosenhilfe komplett zu verlieren. Jugendliche, die Arbeitslosenunterstützung erhalten, haben vier Monate Zeit, um sich für die angebotenen Maßnahmen zu bewerben. Wenn sie nicht daran teilnehmen, wird ihnen die finanzielle Beihilfe entzogen, wenn sie das 23. Lebensjahr noch nocht vollendet haben. Auf ähnliche Maßnahmen müssten sich auch alleinerziehende Mütter oder Väter unter 23 Jahre einstellen, wenn deren Kinder älter als ein Jahr seien. Für 2015 sind etwa 700 Praktikumsplätze sowie 200 Arbeitsstellen 'auf Probe' vorgesehen.

In dem Finanzhaushalt für 2015 ist ebenfalls vorgesehen, den rund 9000 von Armut betroffenen Familien eine Bonuszahlung von 400 € pro Kind (bis zu vier Kindern) zu gewähren, wenn garantiert ist, dass die Kinder kaum oder gar nicht in der Schule (maximal 5 % Abwesenheit) fehlen.

Quellen: Europäisches Jugendforum, Times of Malta, Iuris Malta

Redaktion: DIJA

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