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Studie in der Türkei: Investitionen im Kinderbetreuungssektor und Vorschulbereich bringen mehr Jobs

Kindergarten. Bildquelle: Erich Westendarp / pixelio.de

Die vom Zentrum für Frauenstudien an der Istanbuler Technischen Universität und dem Levy Economics Institute - New York vorgelegte Studie kommt zu dem Schluss: Investitionen in den Kinderbetreuungssektor und Vorschulbereich schaffen 2,5 mal mehr Jobs als Investitionen im Bausektor.

Die durchgeführte Studie simuliert die Investition von 20,7 Millionen Türkischen Lira in Kinderbetreuungs- und Vorschuleinrichtungen, um auf den durchschnittlichen Betreuungsschlüssel der Länder der OECD zu kommen, und welche Auswirkungen dies auf die Beschäftigungsrate sowie auf die Geschlechterverteilung und -gerechtigkeit sowie das Einkommen und die Armut hat.

Neben neuen Jobs im Kinderbetreuungsbereich würden auch andere Bereiche von solch einer Investition profitieren. Rund 719 000 neue Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden, 73 % davon für Frauen. Demgegenüber stünden 290 000 Jobs, die entstehen würden, würde man dieselbe Summe in der Baubranche anlegen. Hier würden nur 6 % der Jobs an Frauen gehen.

Die Forschungsergebnisse sind nicht nur für die Türkei interessant, sondern auch für andere Länder im Übergang, in denen der Sozialdienstleistungssektor noch brach liegt, Frauen einen geringen Anteil der Arbeitskraft ausmachen und eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht.

Die Studie “The Impact of Public Investment in Social Care Services on Employment, Gender Equality and Poverty: The Turkish Case” ist abrufbar auf der Website der Istanbuler Technischen Universität (auf Englisch, pdf).

Quelle: UNDP Turkey, Istanbuler Technische Universität

Redaktion: DIJA

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