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Studie über Zukunftsperspektiven der Jugendlichen in den ländlichen Regionen der nordischen Länder erschienen

Cover 'Nordic arctic youth future perspectives'. Bildquelle: www.nordregio.se

Nordregio hat jüngst eine Studie über die Zukunftsperspektiven von jungen Leuten in den nördlichen Ländern veröffentlicht. Die Jugendstudie ist Teil eines größeren und umfangreicheren Projekts mit Namen „Foresight“, das Zukunftsvisionen für arktische Gemeinden in den nordischen Ländern analysiert. Das Material, auf dem die Studie basiert, stammt aus verschiedenen Regionen der nordischen Länder und wurde von Wissenschaftlern aus Island, Norwegen, den Färöer-Inseln, Grönland, Schweden und Finnland bereitgestellt. Die teilnehmenden Jugendlichen waren zwischen 16 bis 20 Jahren alt.

Der Besuch einer Hochschule oder eine andere Art der Ausbildung sind die häufigsten Gründe für junge Leute aus den nordischen Ländern in größere Städte zu ziehen und ihre Heimatregion zu verlassen. Sie haben den Wunsch, Arbeit, Ausbildung und einen neuen Lebensort miteinander zu kombinieren.

Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt, dass junge Isländer/-innen nicht nach einer traditionellen Beschäftigung auf dem Lande streben. Die Forschungsbeauftragte Anna Karlsdottir hält es für wichtig darüber nachzudenken, wie die Gesellschaft in den ländlichen Gemeinden zukünftig gestaltet werden sollen. Sie schlägt vor, Jugenddelegierte als Repräsentanten zu bezahlen und jungen Leuten damit die Möglichkeit zu geben, Einfluss auf die Entwicklung ihrer Gemeinden zu nehmen.

Die Zukunftsperspektiven der norwegischen Jugendlichen ähneln sehr stark denen ihrer isländischen Nachbarn. Sie möchten eine Familie gründen und eventuell Haustiere halten, aber hauptberuflich möchten sie sich nicht um Kühe, Schafe und Hühner kümmern,  d.h. in der Landwirtschaft sehen sie ihre Zukunft nicht. Karlsdottir hält diese Aussagen für sehr wichtig im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes.

Isländische und norwegische Jugendliche fangen im Vergleich zu ihren Altersgenossen in Schweden, Finnland und Dänemark früher an zu arbeiten und verfügen über mehr Arbeitserfahrungen. Jugendliche in Island möchten lernen, studieren und ein sorgenfreies Lebens genießen. Sie möchten nicht so große Verantwortung übernehmen, wie ihre Eltern es mussten.

Isländern ist ihre Gesundheit sehr wichtig. Sie machen Sport und haben die Absicht ein langes Leben zu führen. Vorherige Generationen haben dies weniger angestrebt. Junge Isländer/-innen interessieren sich auch für neue Arbeitsfelder wie Coaching, den Fitness Sektor oder nehmen Achtsamkeit im Beruf sehr ernst. Karlsdottir meint, dieses Interesse am Thema "gesünderes Leben" könnte daher rühren, dass junge Isländer große Gewichtsprobleme haben.

In der Studie werden die Jugendlichen der Färöer-Inseln, Nord-Islands, der Samen und Süd-Grönlands in den Blick genommen.

Die Studie Nordic Arctic Youth Future Perspectives (Oktober 2015) finden Sie auf der Internetseite von Nordregio (pdf zum Download, 78 Seiten).

Quelle: Nordregio 

Redaktion: DIJA

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