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Übergänge in Arbeit: Erfahrungen aus Schweden und Finnland

Die European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (Eurofound) hat erste Ergebnisse einer Auswertung der Effektivität politischer Maßnahmen zur Förderung von Jugendbeschäftigung in neun EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht. In einem Beitrag von Massimiliano Mascherini werden Programme vorgestellt, die in Finnland und Schweden umgesetzt werden. Die Veröffentlichung der ausführlichen Ergebnisse zu allen neun Ländern ist bis Ende 2012 vorgesehen.

Schweden stellte 1984 das erste wirkliche Jugendbeschäftigungsprogramm vor, gefolgt von Norwegen 1993 und Dänemark und Finnland 1996. Die in den Ländern umgesetzten Programme wurden im Laufe der Zeit immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Schweden legte 2007 ein neues Jugendbeschäftigungsprogramm auf, während Finnland an seinem 2005 vorgestellten und 2010 überarbeitetem Modell festhält. Für 2013 ist dessen erneute Überprüfung vorgesehen.

Den beiden verschiedenen Modellen ist eines gemein: Mit ihrer Hilfe soll Jugendlichen aus der Arbeitslosigkeit geholfen werden. In beiden spielen die Arbeitsagenturen mit ihren auf die Person zugeschnittenen Beratungs- und Vermittlungsangeboten eine wichtige Rolle.

Für den Erfolg der jeweils angewandten Modelle sprechen die Zahlen: In Schweden stieg die Zahl der Jugendlichen, die am "Jobgarantie"-Programm teilnahmen, innerhalb von zwei Jahren von 10 000 (2008) auf 53 000 (2010). Auch Finnland verzeichnete eine positive Entwicklung bei der Anzahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen, die erfolgreich eine Jobvermittlung durchliefen (2011: 83,5 %; 2010: 79,2 %).

Kritisiert wird, zum Beispiel am schwedischen Modell, dass es keine Langzeitlösung bietet. Qualifizierung und Weiterbildung der Jugendlichen kämen hier zu kurz. Das finnische Modell wurde dahingehend verbessert, dass jetzt eine Beratung und Vermittlung innerhalb von drei Monaten ab dem Zeitpunkt der Arbeitslosmeldung vorgesehen ist. Zuvor betrug die Wartezeit mindestens drei Monate, ehe es zum ersten Gespräch kam.

Quelle und mehr dazu: http://www.eurofound.europa.eu/publications/htmlfiles/ef1242.htm 

Redaktion: DIJA

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