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UK: Brexit-Weißbuch schlägt neues UK-EU-Jugendmobilitätsprogramm vor

Mehr als zwei Jahre nach dem Brexit-Referendum legt die britische Regierung ein Weißbuch vor, das sich mit dem zukünftigen Verhältnis Großbritanniens und der EU befasst. Es will "die historischen Bande zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU, die engen Kontakte und die einzigartige Ausgangsposition widerspiegeln."

Die Vorschläge des Weißbuchs gehen unter anderem auch auf das Thema Jugendmobilität ein, wobei der britischen Regierung ein neues Jugendmobilitätsprogramm vorschwebt sowie der Verbleib im Erasmus+-Programm.

So heißt es im Weißbuch:
Das Vereinigte Königreich und die EU sollten weiterhin jungen Menschen und Studenten die Möglichkeit geben, von den weltweit führenden Universitäten des jeweils anderen zu profitieren, einschließlich kultureller Austauschprogramme wie Erasmus+. Das Vereinigte Königreich schlägt ein UK-EU-Jugendmobilitätsprogramm zwischen Großbritannien und der EU vor, um sicherzustellen, dass junge Menschen weiterhin die sozialen, kulturellen und erzieherischen Vorteile genießen können, die das Leben in den jeweils anderen Ländern bietet. Das Vereinigte Königreich betreibt bereits eine Reihe von Jugendmobilitätsprogrammen mit anderen globalen Partnern, beispielsweise mit Australien und Kanada, an denen dies modelliert werden könnte.

Bei den im Weißbuch angesprochenen Jugendmobilitätsprogrammen, die als Vorbild für das UK-EU-Jugendmobilitätsprogramm dienen könnten, handelt es sich um die Tier-5-Jugendmobilitätsprogramme. Diese bestehen zwischen dem Vereinigten Königreich und acht weiteren Ländern (Australien, Kanada, Japan, Monaco, Neuseeland, Hongkong, Republik Korea, Taiwan). Die Tier-5-Jugendmobilitätsprogramme richten sich an junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, sind strikt auf maximal zwei Jahre befristet und basieren auf einer Quotenregelung.

Des Weiteren betont die britische Regierung im Weißbuch, dass man EU-Bürger(inne)n die visafreie Einreise gewähren wolle:
Das Vereinigte Königreich schlägt eine gegenseitige visafreie Reisevorkehrung vor, die es britischen und EU-Bürgern ermöglicht, auch in Zukunft für den Tourismus frei zu reisen und dabei die enge Verbindung zwischen den Menschen im Vereinigten Königreich und der EU aufrechtzuerhalten. Die Regierung möchte, dass britische und EU-Bürger weiterhin in der Lage sind, die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) zu nutzen, um medizinische Versorgung zu erhalten, wenn sie diese im Urlaub benötigen.

Weitere Informationen sowie das Weißbuch finden Sie auf der Webseite der britischen Regierung.

Quellen: www.gov.uk, www.wysetc.org

Redaktion: DIJA

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