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Umgang mit Einwanderung: Eine der größten Herausforderungen der Europäischen Union

Umgang mit Einwanderung: Eine der größten Herausforderungen der Europäischen Union
Jeder Fünfte. BildImage: Gabi Stein / pixelio.de

In der am 19. Februar 2015 veröffentlichen nationalen Ausgabe der Meinungsumfrage "Eurobarometer" geben 37 Prozent der befragten Deutschen an, dass Migration die größte Herausforderung  für die EU und für Deutschland ist. Nur in Großbritannien (38 Prozent) und in Malta (57 Prozent) sind die Werte höher. In den meisten Mitgliedsländern werden die wirtschaftliche Lage (33 Prozent) und die Arbeitslosigkeit (29 Prozent) als die größten europaweiten Probleme gesehen. Die Deutschen nennen die Lage der öffentlichen Finanzen der Mitgliedstaaten (36 Prozent) als zweitwichtigstes Problem in Europa.

Die Meinungen zur Migration fallen in der EU unterschiedlich aus. Sie hängen davon ab, ob die Zuwanderer aus EU-Ländern oder aus sogenannten Drittstaaten außerhalb der EU stammen. Mehr als die Hälfte der EU-Bürger/-innen (52 Prozent) und die Hälfte der befragten Deutschen (50 Prozent) begrüßen die Einwanderung von Menschen aus anderen EU-Mitgliedstaaten. 76 Prozent der Deutschen und 72 Prozent der Europäer/-innen finden es gut, dass EU-Bürger/-innen in jedem EU-Land leben kann. 76 Prozent der Deutschen und 74 Prozent der Europäer/-innen halten es ebenfalls für eine gute Sache, dass alle EU-Bürger/-innen im Land ihrer Wahl arbeiten dürfen.

Anders sieht die Situation bei Einwanderern aus Drittstaaten aus: dieser stehen nur 29 Prozent der Deutschen und 35 Prozent der Europäer/-innen positiv gegenüber, während 61 Prozent der Deutschen und 57 Prozent der Europäer/-innen Einwanderung von außerhalb der EU ablehnen. Eine relative Mehrheit der Deutschen (45 Prozent) wie der Europäer/-innen (35 Prozent) ist dafür, illegale Einwanderung von außerhalb der EU auf EU-Ebene und nationaler Ebene gleichzeitig zu bekämpfen. Zu dieser Einstellung passt auch die Wahrnehmung einer wachsender Anzahl an Befragten in Deutschland (29 Prozent, +8 % im Vergleich zur Eurobarometerumfrage vom Frühjahr 2014) die das Gefühl haben, dass es an den Außengrenzen der EU zu wenig Kontrollen gäbe.

Neben weiteren Themen wurde auch die Einstellung zur Europäischen Union abgefragt. 38 Prozent der Deutschen und 39 Prozent der Europäer/-innen haben ein positives Bild von der Europäischen Union  und im Vergleich zur letzten Umfragen vom Frühjahr 2014 haben mehr Deutsche (34 Prozent, +4 %) und 37 Prozent der Europäer/-innen (+6 %) Vertrauen zur Europäischen Union. 74 Prozent der Deutschen und 63 Prozent der Europäer/-innen fühlen sich als Bürger/-innen der EU. Der Europäischen Kommission vertrauen 36 Prozent der Deutschen und 38 Prozent der Europäer/-innen. Für Deutsche (58 Prozent) und Europäer/-innen (50 Prozent) bedeutet die EU persönlich vor allem, die Freiheit, überall innerhalb der EU reisen, studieren und arbeiten zu können.

Die Umfrage für den vorliegenden Bericht wurde zwischen dem 8. und 17. November 2014 in den 28 Mitgliedstaaten der EU, den fünf Kandidatenländern Türkei, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Island, Serbien und Montenegro sowie der türkisch-zypriotischen Gemeinschaft durchgeführt.

Mehr Informationen und die komplette Pressemeldung zum Nachlesen sowie den Link zum nationalen Eurobarometer 82 finden Sie auf der Website der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland unter: ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/13102_de.htm

Quelle: Europäische Kommission

Redaktion: DIJA

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