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UN-Weltjugendbericht "Jugend und Migration": Launch am 14. Februar

Die Abteilung für Sozialpolitik und Entwicklung (DSPD) innerhalb des Ressorts für Wirtschaft und Soziales (DESA) der Vereinten Nationen stellte am 14. Februar offiziell ihren Weltjugendbericht (World Youth Report) vor, der unter dem Thema 'Jugend und Migration' steht.

Der Bericht beinhaltet eine vielschichtige Darstellung der und Sicht auf die Lebenserfahrungen junger Migrantinnen und Migranten. Im Vorfeld hatte es in diesem Zusammenhang verschiedene Maßnahmen - eine Online-Umfrage, ein Google-Hangout, eine eigene Website - gegeben, um die persönlichen Sichtweisen und Geschichten der Jugendlichen einzufangen.

Fakten und Ergebnisse:

- Migration geschieht vor allem auf freiwilliger Basis, weil Menschen sich dafür entscheiden, woanders zu arbeiten, zu studieren oder mit der Familie zusammen zu leben. Von den weltweit 232 Millionen Migrant(inn)en sehen sich trotzdem 15 Millionen gezwungen, ihr Land zu verlassen und werden zu Flüchtlingen. Süd-Süd- hält sich dabei die Waage mit Nord-Süd-Migration. Die meisten jungen Migrant(inn)en (60 %) leben in Entwicklungsländern.

- Motive für Migration: persönliche Gründe, die sozio-wirtschaftliche Lage, die politische Situation im Herkunftsland, Benachteiligung beim Zugang zum Arbeitsmarkt, geringes Einkommen, Missachtung der Menschenrechte, unterschiedliche Lebensstandards, Konflikte, Verfolgung, Bedrohungen durch die Umwelt. Meist ist es eine Kombination aus verschiedenen Gründen.

- Faktoren, die die Entscheidung zur Migration miteinbeflussen: Wunsch nach einem besseren Leben, Flucht vor Armut oder vor politischer Verfolgung, Druck aus der Familie oder der Umgebung.

- Information spielt eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung zur Migration: Jugendliche informieren sich im Vorfeld über Visaformalitäten, Verkehrsmittel, Unterkünfte, bestehende Netzwerke und Kontakte etc.

- Migration ist nicht gleich Bewegung von A nach B auf direktem Wege. Oft bleiben Migrant(inn)en auf dem Weg zum Ziel in einem Drittland hängen, und das nicht nur für ein paar Tage. Bei manchen werden daraus Jahre. In einigen sogenannten 'Migrationskorridoren' ist das besonders augenfällig, insbesondere was die Migration aus dem Sub-Sahara-Raum über Nordafrika nach Europa angeht oder aus den Ländern Süadmerikas über Mexiko in die USA.

- Die Entscheidung junger Leute für die Transitroute oder auch für den Weg der illegalen Migration hängt mit den äußeren Bedingungen zusammen: Welche Reiserouten gibt es? Welche Reise- und Visaformalitäten gibt es zu beachten? Welche Regelungen gibt es für eine Ausreise aus dem Herkunftsland? Was kostet die Reise? Gibt es Familie oder Gemeinschaften von Angehörigen des eigenen Landes oder der eigenen ethnischen Gruppe im Zielland, auf deren Unterstützung man zählen kann?

Mehr Informationen und den Weltjugendbericht zum Nachlesen auf der Website www.unworldyouthreport.org.

Die Vorstellung des Berichts findet am 14. Februar ab 13.15 Uhr (Lokale Zeit) im UN-Hauptquartier in New York statt. Wer per Live-Twitter dabei sein möchte: @UN4Youth twittert unter #UNYouthReport und #IAmAMigrant.

Quelle: Vereinte Nationen (UN-DESA), gesehen 6.2.14

Redaktion: DIJA

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