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UNICEF legt Bericht 2016 zur Lage der Kinder weltweit vor: Eine faire Chance für jedes Kind

Mädchen und Jungs in einer Schule in Afghanistan. Bildquelle: WikiImages / pixabay.com

UNICEF hat den wichtigsten Bericht zur Lage der Kinder weltweit für 2016 vorgelegt. Unter dem Motto 'Eine faire Chance für jedes Kind' argumentiert der Bericht, dass eine grundlegende Bedingung, um die Nachhaltigen Entwicklungsziele 2030 zu erfüllen, sein wird, den am meisten benachteiligten Kindern zu helfen. Wenn das nicht geschafft wird, dann werden 2030:

  • über 165 Millionen Kinder von 1,90 US-Dollar täglich leben, 9 von 10 kämen aus dem subsaharischen Afrika,
  • rund 70 Millionen Kinder unter 5 Jahren immer noch an Krankheiten sterben, die man längst hätte besiegen können,
  • 750 Millionen Frauen schon als Mädchen verheiratet worden sein.

Der UNICEF-Bericht unterstreicht, dass eine bessere Welt für Kinder möglich ist. Kinder aus armen Verhältnissen müssen nicht notwendigerweise ihr ganzes Leben lang Verzweiflung ausgesetzt sein. Ungerechtigkeit ist vermeidbar, wenn Regierungen mehr in Chancengleichheit für Kinder investieren. Der Bericht bringt dafür Beispiele: Kinder, die heute zur Welt kommen, sind deutlich weniger armutsgefährdet als noch zu Beginn des Millenniums. Sie haben heute eine zu 40 Prozent höhere Chance, ihren fünften Geburtstag zu erleben und in die Schule zu gehen.

Der Bericht weist auf Fortschritte hin, die seit 1990 erreicht wurden, um die Lage von Kindern zu verbessern:

  • Die Zahl der Kinder, die in extremer Armut leben, wurde halbiert.
  • In 129 Ländern gehen gleich viele Mädchen wie Jungen in die Schule.
  • Die Kindersterblichkeit hat sich mehr als halbiert.
  • Durch Impfprogramme konnten Maserninfektionen um 79 Prozent gesenkt werden. So konnte zwischen 2000 und 2014 das Leben von 17 Millionen Kindern gerettet werden.

Trotz allem gibt es noch viel zu tun: 124 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule und fast zwei von fünf Kindern (38 Prozent), die die Volksschule abschließen, haben weder gelernt zu lesen noch zu schreiben oder können einfache Rechenaufgaben lösen. Daher sind Investitionen in die Bildung der am stärksten benachteiligten Kinder dringend notwendig.

Bericht zum Download (auf Englisch)

Quelle: UNICEF

Redaktion: DIJA

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