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Unmissverständlich: Nationaler Beirat JUGEND IN AKTION formuliert seine Stellungnahme zu "Erasmus für alle"

Deutliche Worte und zwar sehr, das ist die Quintessenz der gemeinsamen Stellungnahme des Nationalen Beirats zum JUGEND-Nachfolgeprogramm ab 2014.

Seine Mitglieder - Vertreter und Vertreterinnen von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, aus der Jugendforschung, von kommunalen Spitzenverbänden, Bundesländern sowie engagierte Jugendliche - drücken ihr Unverständnis dafür aus, dass die Kommission trotz hervorragender Ergebnisse aus Analysen und Evaluationen "ab 2014 kein erkennbar eigenständiges Programm mehr zur Förderung europäischer Jugendarbeit und zur weiteren Entwicklung und Intensivierung der jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa vorsieht..."

Natürlich weist der Beirat auf die zahlreichen Stellungnahmen und Expertisen - sowohl aus dem politischen Raum (Bund, Länder, EU Parlament, Regierungsvertreter anderer Mitgliedstaaten) als auch aus der Zivilgesellschaft in Deutschland und anderen europäischen Ländern - zugunsten eines auch zukünftig erkennbar eigenständigen Jugendbereichs hin und betont den Konsens zwischen Bund, Ländern und zivilgesellschaftlichen Akteuren der Jugendarbeit und Jugendhilfe im Hinblick auf die Forderung, das Aktions- und Zielgruppenspektrum und damit die nachgewiesene hohe Wirksamkeit von JUGEND IN AKTION in einem neuen Programm zu bewahren.

Der Beirat vermutet allerdings nur noch wenig Verhandlungsspielraum bei der EU-Kommission. Daher "spricht er sich dafür aus, als Verhandlungsminimum die Einfügung eines eigenen Kapitels JUGEND IN AKTION in den Vorschlag anzustreben, in dem mit eindeutig zugeordnetem Budget die wesentlichen politischen und pädagogischen Ziele, Aktionsformen, Zielgruppen und Strukturen des bestehenden Programms gewährleistet und weiter entwickelt werden können."

Mit seiner Stellungnahme fordert der Nationale Beirat seine Mitglieder und alle anderen Akteure europäischer Jugendarbeit, Jugendhilfe und Jugendpolitik auf, alle Möglichkeiten politischer Einflussnahme zu nutzen, um die gemeinsame Verhandlungsposition von Bund und Ländern öffentlich zu unterstützen und zu stärken und, wo immer möglich, europäische Partner mit ins Boot zu holen.

Wortlaut der Stellungnahme des Nationalen Beirats für das EU-Programm JUGEND IN AKTION zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung des EU-Programms „ERASMUS FÜR ALLE“ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport KOM(2011) 788 / 3. Bonn, den 16.1. 2012, bitte hier klicken (pdf-Dokument)!


Quelle: Jugendpolitik in Europa, 25.01.2012

Redaktion: Dr. Dirk Hänisch

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