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Was bringen auf Jugendbeteiligung ausgerichtete Instrumente wirklich?

Ein vom CEPPS herausgebener Bericht mit dem Titel 'Raising Their Voices: How effective are pro-youth laws and policies' betrachtet anhand internationaler Fallbeispiele die Wirkung von gesetzlichen und politischen Regelungen und Instrumenten auf die Jugendbeteiligung. Dabei werden insbesondere nationale Strategien der Jugendpolitik, das Absenken des Mindestalters für Wahlen und zum Kandidieren für einen Posten, Jugend-Quoten sowie innerparteiliche Strukturen (Jugendflügel) unter die Lupe genommen.

Ergebnisse im Überblick

  • Die Untersuchung der Fallbeispiele erbrachte keinen Beweis dafür, dass nationale Strategien der Jugendpolitik langfristige gesellschaftliche und politische Jugendbeteiligung über den Anstoss des Entwicklungsprozesses für eine Zusammenarbeit hinausgehend verbessern.
  • Das Absenken des Alters für die Kandidatur um einen politischen Posten zeigte Wirkung in Bezug auf die Steigerung der Anzahl der jungen Leute, die ein Amt ausübten. Die Absenkung des Wahlalters ergab in den untersuchten Fällen eine Steigerung der Wahlbeteiligung bei Jugendlichen, unabhängig davon, ob sie Erstwähler/-innen waren.
  • Jugendquoten können die Anzahl junger Menschen in gewählten Gremien erhöhen, müssen aber von einer umfassenden Strategie begleitet werden, um die Bedeutung der Jugendbeteiligung in diesen Institutionen zu verdeutlichen.
  • Innerparteiliche Jugendflügel können zur Erhöhung der Anzahl jugendlicher Mitglieder in den politischen Parteien beitragen. Die Qualität der Beteiligung hängt aber vom lokalen Kontext ab, unter anderem auch vom politischem Unterbau. Jugendflügel können sowohl eine konstruktive gestaltende politische Erfahrung bieten als auch Jugendliche zu gewaltgeprägten Demonstrationen oder Angriffen auf politische Gegner mobilisieren, je nachdem, welche Ziele die politischen Eliten verfolgen.

Den Kapiteln jeweils vorangestellt ist eine Definition des Themas, um das sich das Kapitel dreht sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, Erkenntnisse und Empfehlungen zum jeweiligen Kapitelthema. Am Ende der Kapitel sprechen die Autor(inn)en noch einmal ausführliche Empfehlungen zum jeweiligen Themenfeld, gerichtet an unterschiedliche Akteure - Fördermittel-/Geldgeber, umsetzende Einrichtungen, lokale Partner - aus.

Der umfassende Bericht im pdf-Format (4,5 MB; auf Englisch) kann auf der Website des National Democratic Institute nachgelesen werden.

Hintergrund

CEPPS, das Konsortium für die Stärkung von Wahl- und politischen Prozessen (Consortium for Elections and Political Process Strengthening) wurde 1995 gegründet. Es setzt sich zusammen aus drei internationalen Organisationen, die sich dem Thema Demokratische Entwicklung widmen: International Foundation for Electoral Systems (IFES), International Republican Institute (IRI) und National Democratic Institute (NDI).

Quellen: Consortium for Elections and Political Process Strengthening (CEPPS),
National Democratic Institute (NDI)

Redaktion: DIJA

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