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Wechsel in der Geschäftsführung von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Mit einem Festakt am 20. Mai 2012 im Französischen Dom in Berlin begeht Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. die Verabschiedung von Dr. Christian Staffa und die Einführung von Rainer Ohliger als Geschäftsführer des Vereins. Zu den Festredner/-innen gehören u.a. die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Stefan Kramer (Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland) und Nikolaus Schneider (Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland).

Der Historiker und Sozialwissenschaftler Rainer Ohliger war zuletzt Vorstand und Projektleiter des Netzwerks Migration in Europa e.V. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Auseinandersetzungen mit Minderheits- und Migrationsgeschichte, Transformationsprozesse in Ostmitteleuropa und transatlantische Beziehungen. Der 44-Jährige löst als Geschäftsführer den Theologen Dr. Christian Staffa ab, der nach dreizehn erfolgreichen Jahren seine Arbeit für den Verein auf eigenen Wunsch beendet.

„ASF ist es gelungen, im letzten Jahrzehnt wieder mehr Menschen zu einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte zu motivieren“, bilanziert der scheidende Geschäftsführer Dr. Christian Staffa. „Jährlich engagieren sich mehrere hundert Freiwillige in den internationalen, kurz- und langfristigen Freiwilligendiensten von ASF. Die Freiwilligen beziehen damit eine deutlich Position für das Leben gegen den Tod und damit gegen rechtsextreme Einstellungen und Antisemitismus. ASF bewegt die Herzen und Köpfe aller Generationen. "

Rainer Ohliger sagt zu seinem Antritt als neuer ASF-Geschäftsführer: „Wir müssen uns den Herausforderungen einer globalisierten Welt stellen. ASF hat eine großartige 50-jährige Geschichte und ist ein bedeutender Akteur der Zivilgesellschaft. In einer von Gewalt und Krieg dominierten Welt ist das Engagement von ASF in der Tradition der Bekennenden Kirche zeitgemäß und einzigartig.“

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. sensibilisiert seit fünf Jahrzehnten mit internationalen Freiwilligendiensten und zahlreichen Projekten für die Folgen des Nationalsozialismus. Jährlich engagieren sich mehrere hundert Freiwillige in Erinnerungsprojekten und Gedenkstätten, in der Begleitung von Schoa-Überlebenden und Menschen mit Behinderungen sowie der Arbeit mit gesellschaftlichen Minderheiten in elf europäischen Ländern, Israel und den USA. Zu den Schwerpunkten des 1958 in der Tradition der Bekennenden Kirche gegründeten Vereins gehören auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland, u.a. mit dem preisgekrönten Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“, das Engagement gegen Rechtsextremismus sowie der Einsatz für vergessene NS-Opfergruppen.

Quelle: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

Redaktion: Christian Herrmann

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