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Weltpfadfindertreffen in Japan: Deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit 1100 Teilnehmenden vertreten

Screenshot der Website zum 23. World Scout Jamboree. Bildquelle: Scout Association of Japan

Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der ganzen Welt treffen sich Ende Juli zum World Scout Jamboree – internationale Bezeichnung für das Weltpfadfindertreffen - in Kirara-hama, Yamaguchi im Westen Japans. Rund 30.000 junge Menschen von allen Kontinenten kommen zusammen, um voneinander zu lernen, sich auszutauschen und gemeinsam Abenteuer zu erleben. Mit rund 1100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellt Deutschland weltweit eines der größten Kontingente.

Das 23. Weltpfadfindertreffen steht unter dem Motto „Wa – a spirit of unity“. Der Kanji-Buchstabe “和” (WA) steht für Freundschaft und Frieden. Zwei der zentralen Elemente der World Scout Jamborees, die Pfadfindergründer Lord Robert Baden-Powell 1920 in London ins Leben rief.

Teilnehmende aus über 105 Ländern
„Ein Weltpfadfindertreffen ist für die Jugendlichen, Leiterinnen und Leiter aus dem gesamten Kontingent ein einzigartiges und prägendes Erlebnis“, sagt Tiemo Slodowy, Ringkontingentsleiter. Gemeinsam mit anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus aller Welt erleben sie die Vielfalt der Pfadfinderbewegung und deren Kulturen. Sie treffen auf Gleichaltrige aus über 105 Ländern, darunter beispielsweise Nationen wie England, Brasilien, die USA und Kanada, aber auch aus Sri Lanka, den Philippinen oder Zimbabwe. Es wird gemeinsam gekocht, nebeneinander gezeltet, viel Neues ausprobiert, es werden Abenteuer erlebt und weltweite Freundschaften geknüpft. Die Teilnehmenden setzen sich zum einen mit globalen Themen wie Armut, Umweltschutz und Menschenrechten auseinander. Zum anderen mit der lokalen Geschichte rund um das Hiroshima Peace Memorial und der japanischen Kultur. Neben dem Jamboree selbst wird es unter anderem ein Tourenprogramm in Japan und einen Gastfamilienaufenthalt in japanischen Familien geben.

Drei Jahre Vorbereitung
„Für den Ring deutscher Pfadfinderverbände hat eine Gruppe von rund 20 Leiterinnen und Leiter das Ereignis in den letzten drei Jahren intensiv vorbereitet und hierdurch die Teilnahme der deutschen Delegation erst möglich gemacht“, sagt Tiemo Slodowy. Ein großes Ereignis vor dem Jamboree ist ein viertägiges Zeltlager Mitte Mai auf dem Lagerplatz Immenhausen in Hessen. Dort werden alle Teilnehmenden des deutschen Kontingents zusammenkommen, sich kennen lernen und intensiv auf die Begegnungen in Japan vorbereiten.

World Scout Jamboree – alle vier Jahre
Das World Scout Jamboree wird alle vier Jahre an einem anderen Ort auf der Welt organisiert, das Pfadfindertreffen in Japan ist das 23. in der Geschichte. Die Idee hatte der Gründer der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell. Er wollte, dass sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit ihren unterschiedlichen Kulturen, mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten kennen und schätzen lernen. Und er wollte, dass sie diese Erfahrungen wieder mit in ihren Alltag nehmen. „Internationale Veranstaltungen wie ein World Scout Jamboree sind Erlebnisse, die den Blick auf die Welt verändern und intensive Eindrücke hinterlassen“, sagt Tiemo Slodowy.

Das deutsche Kontingent
In Deutschland haben sich der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) zum „Ring deutscher Pfadfinderverbände“ (RdP) zusammengeschlossen und sind darüber hinaus Mitglied bei WOSM, der Weltpfadfinderorganisation. Daher schließen sich die drei Verbände auf dem Jamboree zu einer Delegation zusammen.

Quelle: Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände e.V.

Redaktion: DIJA

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