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Wie soll das Internet in Zukunft regiert werden? Vorbereitungstreffen zum Internet Governance Forum Deutschland am 2. April in Berlin

Im Vorfeld einer globalen Konferenz in Brasilien zur Zukunft der Internet-Governance (NetMundial, 23./24. April, http://netmundial.br) und des regulären IGF-Treffens in Istanbul (3.-5. September, www.intgovforum.org) findet ein öffentliches Vorbereitungstreffen des Internet Governance Forums Deutschland statt. Dabei sollen in einem Workshop deutsche Positionen erarbeitet und in der anschließenden Podiumsdiskussion den Mitgliedern der deutschen Delegation mit auf den Weg gegeben werden. Schirmherr der Veranstaltung ist die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Co-Organisatoren sind neben IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland, Reporter ohne Grenzen, Collaboratory e.V. und die Abusix GmbH.

Derzeit ist der praktizierte Multi-Stakeholder-Ansatz zwischen Regierung, Technik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vor allem durch einen Vorstoß Russlands, Chinas, Taschikistans und Usbekistans in Gefahr. Sie wollen die Rolle der Regierungen bei der Verwaltung des Internets stärken und damit den Einfluss von Zivilgesellschaft und Wirtschaft zurückdrängen. Die Vorschläge der vier Staaten gefährden nicht nur den Schutz persönlicher Daten in der Internetkommunikation, sondern auch das Wesen eines dezentralen Internets als vitale Infrastruktur für die Medienfreiheit weltweit.

Das Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D) ist eine offene Diskussionsplattform zu Fragen der Internetregulierung, an der sich Vertreter aus Politik, Privatwirtschaft, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft beteiligen. Es dient zur Vorbereitung der jährlichen Treffen des 2006 vom Generalsekretär der Vereinten Nationen einberufenen Internet Governance Forum, das allen Interessierten die Möglichkeit der Beteiligung an allen politischen Fragen rund um die Internet-Governance bietet , darunter Urheberrechtsthemen, digitale Partizipation, die Überwindung der digitalen Spaltung, der Schutz der Privatsphäre und die Freiheit der Meinungsäußerung im Netz.

Das vollständige Programm des IGF-D-Vorbereitungstreffens am 2. April in Berlin:

13:30-14:00 Registrierung

14:00-14:10 Begrüßung: Dr. Beate Wagner, Generalsekretärin, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen

14:10-16:30 Vorbereitende Workshops: Status quo und Vorbereitung der Botschaften an die deutsche Delegation

16:30 - 17:00 Kaffeepause

17:00-19:00 Diskussionsrunde „Das Internet, das wir wollen“  mit

  • Dirk Brengelmann, Beauftragter für Cyber-Außenpolitik, Auswärtiges Amt
  • Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Politikwissenschaftlerin, Wissenschaftszentrum  Berlin; Co-Vorsitzende der NetMundial Konferenz in Brasilien
  • Hubert Schöttner, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
  • Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender, eco -  Verband der deutschen Internetwirtschaft
  • Heidi Fritze, Sprecherin Junges-UNO-Netzwerk Deutschland (JUNON), ehemalige UN-Jugenddelegierte
  • Moderation: Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen

19:00-20:00 Get-together

Veranstaltungsort: BASE_camp, Mittelstr. 51-53, 10117 Berlin

Anmeldung unter: http://www.intgovforum.de/anmeldung.html

Organisatoren: Lorena Jaume-Palasi (Collaboratory e.V.), Dr. Alfredo Märker (Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen), Hauke Gierow (Reporter ohne Grenzen), Nadine Karbach (IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland), Dean Ceulic (Abusix)

Eine Folgeveranstaltung findet am 11. Juni in Berlin statt. Dort werden die Ergebnisse der NetMundial-Konferenz in Brasilien als auch die ersten Erfahrungen mit dem neuen Bundestagsausschuss Digitale Agenda auf der Tagesordnung stehen.

Redaktion:

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