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Youthonomics: Warum Ghana vor Finnland, der Schweiz und Deutschland liegt

Cover des Youthonomics Global Index 2015. Bildquelle: Youthonomics

Im Youthonomics Global Index werden seit über einem Jahr auf der Basis verschiedener Indikatoren Informationen zu derzeit 64 Ländern gesammelt. Sie beleuchten das jeweilige Land dahingehend, wie 'jugendfreundlich' es ist. Unter anderem geht es darum, darauf zu schauen, wie die gegenwärtige Lage junger Leute ist und ob das Land in seine Jugend investiert. Damit sollen Jugendliche zum Beispiel in ihrer Entscheidung unterstützt werden, in dem Land, in dem sie gerade leben, zu bleiben oder ihr Glück woanders zu versuchen.

In der aktuellen Ausgabe des Index liegen Informationen zu 64 Ländern vor: 27 aus Europa - darunter Deutschland -, 10 aus dem Nahen Osten und Afrika, USA und Kanada, 8 aus Lateinamerika, 15 aus Asien sowie Australien und Neuseeland. Mithilfe von 59 Indikatoren wird die Situation Jugendlicher beschrieben. Mit Jugendlichen sind in dem Index junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren gemeint.

Der Index basiert auf neun Bereichen, die sich in zwei Unter-Indexe á sechs Bereiche sowie á drei Bereiche aufteilen: Der Youth-Now-Index umfasst Schule, Universität und Qualifikation, Zugang zum Arbeitsmarkt, Arbeits- und Lebensbedingungen, Wohlergehen sowie Gesundheit. Der Youth-Outlook-Index beleuchtet die öffentlichen Finanzen, die wirtschaftlichen Möglichkeiten und das politische Gewicht, das die Jugend hat. Der Index insgesamt ist der errechnete Durchschnitt aller Ergebnisse der neun Bereiche.

Insgesamt gesehen liegen die skandinavischen Länder an der Spitze des Ranking: Norwegen auf dem 1. Platz, Dänemark auf Platz 3, gefolgt von Schweden sowie Finnland auf Platz 8. Dazwischen und danach liegen die Schweiz (Platz 2), die Niederlande (Platz 5), Australien (Platz 6), Deutschland (Platz 7), Österreich (Platz 9) sowie Kanada (Platz 10).

Der Youth-Now-Index ändert das Bild ein wenig: Die Schweiz, die Niederlande und Norwegen führen insgesamt das Ranking an, gefolgt von Österreich und Deutschland. Beim 'Zugang zum Arbeitsmarkt' liegt Deutschland hier an 2. Stelle nach der Schweiz, fällt jedoch im Bereich 'Universitäten und Qualifikation' auf Platz 19 zurück, noch hinter Portugal, Israel, Australien oder der Slowakei.

Beim Youth-Outlook-Index liegen insgesamt gesehen Norwegen, Uganda, Schweden und Rwanda vorn. Im Teilbereich 'Politisches Gewicht' führt jedoch Ghana die Liste an, Deutschland rangiert auf Platz 41.

Der Youthonomics Global Index richtet sich an:

  • Jugendliche, um möglicherweise Druck auf ihre Regierungen auszuüben, damit diese mehr in die Jugend investieren,
  • junge Eltern, um sie in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, wenn es um die zukünftige Bildung ihrer Kinder geht,
  • Wähler/-innen, um Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Ländern aufzuzeigen und besser einschätzen zu können, ob die Politik im eigenen Land 'jugendfreundlich' ist,
  • Regierungen, um ihnen die Situation der Jugendlichen in ihren Ländern vor Augen zu führen und klar zu machen, dass es Sinn macht 'über den Tellerrand' zu schauen, um aus der Praxis anderer Länder zu lernen,
  • Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank, Rating-Agenturen, um ihnen ein Werkzeug an die Hand zu geben, dass dabei hilft, die Lage im jeweiligen Land einzuschätzen, insbesondere in Bezug darauf, wie gut oder wie  schlecht es der Jugend dort geht und auch die Sammlung von Daten zur Jugend zu unterstützen und zu fördern.

Eine Kopie des Global Index erhält man auf Anfrage. Weitere Informationen dazu und zu dem Projekt Youthonomics Global Index auf der Website des Think Tanks Youthonomics ...

Quelle: Youthonomics (2015): The Youthonomics Global Index 2015, Paris

Redaktion: DIJA

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