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Zahlreiche Länder offener für gesellschaftliche Vielfalt als Deutschland

Eine empirische Untersuchung befasst sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt im internationalen Vergleich. Wissenschaftler der Jacobs University Bremen haben dazu im Auftrag der Bertelsmann Stiftung Daten aus den letzten 25 Jahren ausgewertet und zu einem Index zusammengefasst. 
Bei den untersuchten Ländern handelt es sich um die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und sieben weiteren westlichen OECD-Ländern: Australien, Kanada, Neuseeland, Norwegen, die Schweiz, die USA und Israel. 

Laut der Studie ist in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland der gesellschaftliche Zusammenhalt am stärksten. Deutschland liegt hingegen nur im Mittelfeld der 34 untersuchten Länder. 
Besonders gut schneidet Deutschland bei der Anerkennung sozialer Regeln ab. Einen leichten Abwärtstrend hat Deutschland in der Dimension Solidarität und Hilfsbereitschaft zu verzeichnen. 
Anlass zur Sorge ist die schwache Ausprägung bei der Akzeptanz von Diversität in Deutschland. Im Vergleich zu den anderen untersuchten Ländern ist Deutschland in den letzten Jahren sogar zurückgefallen. Aktuell sind also zahlreiche Länder offener für gesellschaftliche Vielfalt als Deutschland. 
Angesichts des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels ist Deutschland auf Einwanderung angewiesen. Um als Zuwanderungsland attraktiv zu sein, braucht es eine Willkommenskultur, die auf der Akzeptanz von Vielfalt beruht. 
Die häufig verbreitete Meinung, dass Einwanderung den Zusammenhalt bedrohe, hat sich nicht bestätigt. Der Anteil von Migrant(inn)en in einer Gesellschaft hat keinen schwächenden Einfluss auf den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.

Mit dieser Studie soll die gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatte über den gesellschaftlichen Zusammenhalt, seine Ursachen und seine Folgen mit empirischen Grundlagen angeregt und unterstützt werden. 

Weitere Informationen sowie den „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt“, Länderprofile und Grafiken finden Sie auf der Seite der Bertelsmann Stiftung unter: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten_117316.htm

Redaktion: DIJA

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