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Fach- und Jubiläumstagung anlässlich 25 Jahre Rassismuskritik bei IDA e. V.

Veranstaltungsart:
Tagung

Veranstaltungsort:
Berlin, Deutschland

Veranstalter:
IDA e.V.

Kurzinfo:

1990 von demokratischen Jugendverbänden gegründet, bearbeitet das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) nun seit 25 Jahren die Themenfelder Rechtsextremismus und Rassismus. Der Verein begeht sein Jubiläum mit einer Bestandsaufnahme seiner rassismuskritischen Arbeit auf einer Fachtagung von Freitag, 27. bis Samstag, 28. November 2015 in Berlin. In Anlehnung an ein Zitat des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King ist sie mit dem Titel „Von begrenzten Fehlschlägen und grenzenloser Hoffnung“ überschrieben.

Heute ist es weitestgehend Konsens, dass Deutschland eine Migrationsgesellschaft ist und auch staatliche Stellen sprechen immer häufiger von Rassismus. Das Bild des Neonazis mit Springerstiefeln wurde erweitert — der alltägliche Rassismus in Behörden, Institutionen, Medien usw. rückt nun stärker in den Fokus. Themen wie Interkulturelle Öffnung und Diversität haben einen festen Platz in Debatten und neue Stimmen werden sichtbarer, z.B. Verbände von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Selbstorganisationen junger Sinti und Roma oder auch Einzelpersonen, die z.B. rassistische Begriffe in Kinderbüchern problematisieren.
25 Jahre später erleben wir aber auch Pegida und die AfD, einen sichtbarer werdenden Antisemitismus, eine Zunahme von Übergriffen auf Geflüchtete und einen weit verbreiteten antimuslimischen Rassismus. Ein paar Jahre zuvor enttarnt sich der NSU, Thilo Sarrazin landet mit seinen rassistischen Thesen einen publizistischen Riesenerfolg. Studien zeigen, dass ein nicht-deutsch klingender Name massive Benachteiligungen zur Folge hat. Das Internet wird zunehmend auch ein Propaganda- und Rekrutierungselement der extremen Rechten und rechtspopulistischer Akteur_innen im bürgerlichen Gewand: in Kommentarspalten grassieren Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Antiziganismus. Dies ist der Hintergrund der selbstkritischen Fragestellung im Titel der Fachtagung – ebenso wie der immer wieder aktuellen Frage, warum Rassismus so selten thematisiert wird, wenn es um Rechtsextremismus geht.

IDA möchte die Tagung dazu nutzen, neue Anregungen und Ideen zur zukünftigen Gestaltung rassismuskritischer Bildungsarbeit zu gewinnen. Eine selbstkritische Auseinandersetzung mit dem, was erreicht wurde und wo rassistische Verhältnisse andauern, soll dabei nicht zu Resignation führen, denn jede Erkenntnis hilft, den nächsten Schritt anders zu gestalten, andere Akteur_innen einzubeziehen und neue Bündnispartner_innen zu gewinnen.

Der Festakt anlässlich 25 Jahre IDA e. V. mit einer Rede der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesjugendministerium Caren Marks und dem Theaterstück „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ ist in die Fachtagung integriert. Weitere Informationen finden sich unter www.idaev.de.

Dateien zur Veranstaltung:
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Schlagwörter:
Rassismus, Rechtsextremismus,

Kontakt:

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