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Familie – Migration – Gesellschaft

Veranstaltungsart:
Sonstige

Veranstaltungsort:
Universität Wien, Juridicum Schottenbastei 10-16 (Dachgeschoß), A-1010 Wien, Österreich

Veranstalter:
Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien

Kurzinfo:

Migration bedeutet Veränderung – für das Individuum und seine Familie, aber auch für die Gesellschaft des Aufnahmelandes. Familie kann ein Schlüssel zur Integration, aber auch ein Hemmnis bei der Eingliederung in die Gesellschaft des Ziellandes sein. Die Veranstaltung beleuchtet unterschiedliche Aspekte des Zuwanderungsprozesses, wobei der Schwerpunkt auf die Schlüsselrolle der Familie gelegt wird.

Impuls 1: Migration zwischen Staat und Kultur. Das globale System und die Suche nach Wohlstand
Univ.-Doz. Dr. Albert F. Reiterer (Politologe)

Ein Blick auf die globale Wanderungsverflechtung zeigt, dass die Richtung zwar eindeutig vom "Süden" in den "Norden", von den schlecht entwickelten Gesellschaften in die hoch entwickelten geht. Trotzdem scheint ebenso wichtig, dass ein ganz erheblicher Teil der Migration sich jeweils in der Region selbst abspielt.

Am Beispiel Österreich lässt sich zeigen: Die Debatte um die Wanderung konzentriert sich stärker auf die quantitativ vergleichsweise weniger bedeutsamen Ströme aus nichteuropäischen Gesellschaften, als auf die Größen, welche das eigentliche Migrations-Geschehen ausmachen. Damit stellt sich neben dem Problem der sozio-ökonomischen Effekte der Wanderung auch jene nach dem politischen Hintergrund des Diskurses.

Impuls 2: „Familie“ macht den Unterschied! Zur Rolle von Familie bei Asyl-Protesten
Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger (Universität Wien, Institut für Politikwissenschaft)

Charakteristika wie „Familie“ spielen bei Protesten gegen die Unterbringung ebenso wie bei Protesten gegen Abschiebungen eine wichtige Rolle. Die „fehlende Familie“ gilt als Manko bzw. als Argument, weshalb BürgerInnen wie BürgermeisterInnen in Opposition gegen die Aufnahme von Flüchtlingen gehen. Andererseits erlaubt die vorhandene Familie (Kind/er) den Aufbau von sozialen Beziehungen und sozialer Integration.

Im Vortrag werden empirische Befunde zur Rolle der „Familie“ in Protestereignissen vorgestellt. Anschließend wird ein Ausblick auf rezente Policy-Maßnahmen gegeben, die Familiennachzug betreffen. Ob zwischen diesen beiden Phänomenen eventuell ein Zusammenhang besteht, soll gemeinsam diskutiert werden.

Impuls 3: „Ich bin jung, ich muss noch viel machen“. Lebenskonzepte und -verläufe von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in Österreich
Mag. Sonja Dörfler (ÖIF)

Im Rahmen des Vortrags werden qualitative Studienergebnissen zu den Lebenskonzepten von österreichischen Jugendlichen ohne und mit Migrationshintergrund (Türkei, Ex-Jugoslawien und China) vorgestellt. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Konzepte die jungen Menschen der untersuchten Gruppen hinsichtlich der Lebensbereiche Familie, Ausbildung und Erwerb haben und welche Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zur Lebensgestaltung der Elterngeneration bestehen.


Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch und Kennenlernen bei Getränken und Imbissen.

Dauer: 15 bis 18 Uhr

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
Informationen auf dija.de

Schlagwörter:
Familie , Gesellschaft, Migration, Österreich

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