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Mapping Memories of Post-1989 Europe - Auf Spurensuche in einem gemeinsamen Europa

Veranstaltungsart:
Workshop/Fachtag Konferenz/Kongress

Veranstaltungsort:
Schloss Schönbrunn , A-1130 Wien, Österreich

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Kurzinfo:

Mit der Ukraine-Krise ist deutlich geworden, wie unterschiedlich die nationalen Blicke in die jüngere Vergangenheit Europas sind. Eine besondere Konfliktlinie offenbarte sich nicht nur zwischen Westeuropa und den mittel- und osteuropäischen Ländern, die erst mit dem Zerfall der Sowjetunion ihre volle Souveränität - so auch in der Erzählung ihrer Geschichte - erlangten. Auch im Rahmen von aktuellen politischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und seinen Nachbarländern spielen historische Narrative eine große Rolle. Relevant sind diese Entwicklungen für Europa insgesamt. Denn erst wenn Geschichte aufgearbeitet, sich nationale Erinnerungskulturen etabliert und im historischen Bewusstsein verankert haben, können sich transnationales Gedenken und eine europäische Erzählung herausbilden.

Im Rahmen einer internationalen Konferenz und einem sich daran anschließenden Praxis-Workshop soll Spuren postkommunistischer Erinnerungskultur und ihrer Historisierung in der gegenwärtigen Geschichtsdeutung und -rezeption Europas nachgegangen werden. Wie werden sie in der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Konflikten aufgegriffen und zu Geschichtsbildern und Deutungsmodellen verdichtet? Wie werden sie in der politischen Bildungs- und transnationalen Vermittlungsarbeit rezipiert und eingesetzt? Welche Modelle, Projekte und Zugänge gibt es, und welche neuen transnationalen Handlungsansätze sind vorstellbar?

Neben einer Bestandsaufnahme der dominanten historischen Narrative, länderspezifischen Arbeiten und Konzepte sowie aktuellen Projekten zur Erinnerungskultur im postkommunistischen Raum soll nach ihrer Funktion, vor allem für jüngere Generationen, gefragt werden. Es sollen Themen und Bereiche der historisch-politischen Bildungsarbeit
identifiziert werden, die für eine transnationale gemeinsame Bearbeitung erschlossen und in einen gesamteuropäischen Diskurs eingespeist werden. Gleichzeitig soll die Vernetzung zwischen historisch-politischen Bildner/-innen aus europäischen Ländern zwischen Lissabon und Moskau unterstützt werden.

Teilnahmegebühr: Übernahme der Kosten für Anreise und Unterkunft durch die bpb

Konferenzsprache: Deutsch und Englisch (Simultanübersetzung)

Der Anmeldeschluss ist nur ein Richtwert. Bitte beim Veranstalter nachfragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
Informationen auf dija.de

Schlagwörter:
Europa , Geschichte , Jugend, Österreich, Politische Bildung, Erinnerungskultur

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