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Russische Kultur - deutsche Kultur? Nationale Identitätskonzepte in aktuellen qualitativen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungen

Veranstaltungsart:
Workshop/Fachtag

Veranstaltungsort:
Johannes Gutenberg-Universität , Mainz, Deutschland

Veranstalter:
Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Universität Hildesheim

Kurzinfo:

Angesichts politischer und territorialer Veränderungen seit Ende des Kalten Krieges sahen sich ein wiedervereinigtes Deutschland und eine zerfallene Sowjetunion konfrontiert mit der Neuaushandlung nationaler Identitäten sowie der Neuordnung sozialer Strukturierungen. Vor diesem Hintergrund soll nun Nachwuchswissenschaftler/-innen aus Deutschland und Russland die Möglichkeit gegeben werden, bei einem Workshop zu reflektieren, wie die Neuerschaffung von Identitätskonzepten und der Aufbau nationaler Strukturen während des Prozesses des Nation Building nach der Auflösung der Sowjetunion und der Wiedervereinigung Deutschlands die qualitative Forschung in
den Geistes- und Sozialwissenschaften beeinflusst haben.

Herausgearbeitet werden soll, wo deutsche und russische Wissenschaftssysteme verortet sind, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen. Dies ist im Kontext der Interkulturalitätsforschung insofern von Bedeutung, als dass insbesondere in qualitativen empirischen Untersuchungen das Wissen um sich wandelnde Traditionen, Symbolwelten, kollektive Praktiken und Deutungsmuster vor den jeweiligen nationalen Kontexten eine
bedeutende Rolle bei der Interpretation gesellschaftlich-kultureller Prozesse sowie zwischenmenschlicher Beziehungen spielt.

Der Workshop soll den Teilnehmer/-innen aus beiden Ländern einen Rahmen schaffen, um im interkulturellen Dialog nationale Identitätskonzepte und deren Einfluss auf qualitative Forschung vor dem Hintergrund der Notwendigkeit der Aushandlung von Identitäten im modernen Staat zu reflektieren.

Die Teilnehmer/-innen des Workshops können sich dabei mit sich wandelnden nationalen Identitätskonstruktionen in Deutschland und Russland auseinandersetzen und ihre eigene Position als Forschende vor ihren jeweiligen nationalen, sprachlichen und kulturellen
Hintergründen sowie aus ihren unterschiedlichen disziplinären Perspektiven diskutieren. Neben einführenden Vorträgen können sich die Teilnehmenden ganz praktisch mit Fragen aus ihrem Forschungsfeld befassen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Interpretation und Analyse des verwendeten Materials aus dem Feld " Interviews, Bilder,
Film und andere " gelegt. Die Arbeitssprachen des Workshops sind Deutsch und Russisch. Zumindest passive Kenntnisse beider Sprachen sollen bei allen Teilnehmenden vorhanden sein.

Gleichzeitig findet der Workshop unmittelbar vor der Fachkommissionstagung der Kommission für Volkskunde des Herder-Forschungsrates statt und bietet so interessierten
Nachwuchswissenschaftler/-innen auch die Möglichkeit zur anschließenden Teilnahme und Vernetzung während der HFR-Tagung.

Der Workshop wird unterstützt vom Zentrum für interkulturelle Studien - ZIS (Mainz) und dem Schroubek-Fonds Östliches Europa (München).

Erwartet wird ein Kurzlebenslauf sowie ein einseitiger Abstract, aus dem ersichtlich wird, mit welchem fachlichen und thematischen Hintergrund eine Teilnahme am Workshop angestrebt wird. Die Unterlagen können in deutscher oder russischer Sprache per E-Mail (eine einzige pdf-Datei) eingereicht werden.

Die Kosten für Unterkunft und Frühstück werden auf der Basis von Unterbringung in Zweibettzimmern übernommen. Zudem kann ein Zuschuss bzw. eine Übernahme der Reisekosten gewährt werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
Informationen auf dija.de

Schlagwörter:
Deutschland, Dialog, Interkultureller Dialog, Interkulturelles Lernen, Russland, interkulturell

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