Christian Herrmann

Internationale Jugendarbeit im Jahr der Jubiläen

25 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk, 10 Jahre deutsch-russische Koordinierungsbüros für den Jugendaustausch - in Berlin, Moskau und Warschau wurde gefeiert. IJAB gratuliert seinen langjährigen Partnern, dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, zum Erreichten und wünscht weiterhin viel Erfolg für die Zukunft!

DPJW-Geschäftsführer Paweł Moras, Markus Meckel (Außenminister a. D. Ko-Vorsitzender des Rates der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit), Cornelius Ochmann, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (v.l.)
DPJW-Geschäftsführer Paweł Moras, Markus Meckel (Außenminister a. D. Ko-Vorsitzender des Rates der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit), Cornelius Ochmann, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (v.l.) BildImage: David Ausserhofer

25 Jahre Nachbarschaft: Unter diesem Motto luden das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW), die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) und die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS)  am 8. Juni 2016 zum gemeinsamen deutsch-polnischen Sommerfest in Berlin. Anlass war der 25. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags, in dessen unmittelbarem Zusammenhang auch DPJW und SdpZ gegründet wurden.

Inhaltliche Impulse gaben zwei Podiumstalks: Über Zugänge zu Polen früher und heute – auch ganz persönliche – sprachen die Vorstandsvorsitzende der DPWS und Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth, der Ko-Vorsitzende des Rates der SdpZ und Außenminister a.D. Markus Meckel und Matthias Kneip, Buchautor und Mitarbeiter des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt. Einblicke in die Jugendarbeit – und Antworten auf die Frage, warum der Jugendaustausch auch in Zukunft wichtig ist für unsere Gesellschaften – gaben die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Caren Marks, der Referent für internationale Jugendarbeit, Stephan Schwieren, Schülerinnen und Schüler, die gerade an einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung in Berlin teilnehmen sowie Agnieszka Łada, Mitglied im Deutsch-Polnischen Jugendrat des DPJW und Leiterin des Europaprogramms am Warschauer Institut für Öffentliche Angelegenheiten.

Mit den Organisatorinnen und Organisatoren feierten rund 250 geladene Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft – darunter Akteurinnen und Akteure der Jugendarbeit, der Wissenschaft und zahlreicher weiterer Institutionen aus unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen, welche die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen durch ihr Engagement prägen und mitgestalten. Sie leisten so einen entscheidenden Beitrag dazu, dass 25 Jahre Nachbarschaft vor allem eines bedeuten: Normalität in den deutsch-polnischen Kontakten und Anlass, miteinander danach zu fragen, wie wir auch unsere Zukunft in Europa in gemeinsamer Verantwortung gut gestalten können.

Zivilgesellschaftlichen Austausch ermöglicht

Am 9. Juni wurde in Moskau das 10-jährige Jubiläum der deutsch-russischen Koordinierungsbüros für den Jugendaustausch gefeiert und das Deutsch-Russische Jahr des Jugendaustauschs eröffnet. Schirmherren für das Jahr des Jugendaustauschs sind die Außenminister Deutschlands und Russlands, Frank-Walter Steinmeier und Sergej Lawrow. Die Festveranstaltung wurde durch den Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, und Aleksander Stradse vom russischen Bildungsministerium eröffnet. Im Anschluss an die Feierlichkeiten fand eine Konferenz statt, bei der Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen und Einrichtungen aus Russland und Deutschland gemeinsam über die Bedingungen des Jugendaustausches vor dem aktuellen politischen Hintergrund diskutierten.

"Das 10-jährige Jubiläum bietet uns einen guten Anlass, auch in diesen Zeiten auf das positiv Erreichte zu schauen", so Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch. "die Bedingungen für den Austausch sind zwar in den letzten Jahren schwieriger geworden, doch gleichzeitig haben wir unsere Anstrengungen, die Akteure im Austausch in ihrer Arbeit zu unterstützen, intensiviert. Wir haben in den letzten zehn Jahren tausenden Jugendlichen einen zivilgesellschaftlichen Austausch ermöglicht. Der Schüler- und Jugendaustausch beruht auf langfristigen Partnerschaften, für die die Tagespolitik eine eher geringe Bedeutung hat. Durch den Informationsaustausch und die vielfältigen Begegnungen zwischen jungen Menschen beider Länder, kann die oftmals stereotype Betrachtung der beiden Länder relativiert werden."

Deutsch-Polnisches Jugendwerk zum Aufkleben

Gefeiert wird auch in Warschau. In einem Festakt in Warschau wird am 14. Juni an die Gründung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks vor 25 Jahren erinnert. Übrigens: Seit dem 2. Juni 2016 gibt es das Deutsch-Polnische Jugendwerk zum Aufkleben – das Bundesfinanzministerium (BMF) und die Poczta Polska gaben eine gemeinsame Sonderbriefmarke heraus. Mit der 90-Cent-Marke können Briefe ins EU-Ausland frankiert werden. Parallel gibt die polnische Post eine 2,50-Zloty-Marke heraus – für Prioritätsbriefe innerhalb Polens.

Quellen: Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch



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