Christian Herrmann

Immer noch etwas Besonderes: wenn junge Deutsche und Israelis zusammenkommen

Judith Seitz und Itay Lotem legen mit „Israel – Nah im Osten“ ein hervorragendes Buch über die Sicht von Jugendlichen auf Deutschland und Israel vor, das zudem noch mit viel nützlicher Information angereichert ist.

Jugendliche auf den Golanhöhen
Ausflug unter Schutz: Jugendliche auf den Golanhöhen BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0


Israel – Nah im Osten
Judith Seitz und Itay Lotem
160 Seiten, broschiert
Hrsg. von ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
Ndv Neue Darmstädter Verlagsanstalt
ISBN-10: 3875766644
ISBN-13: 978-3875766646
12,80 Euro

Interessierte Jugendliche und Multiplikator(inn)en in der deutsch-israelischen Bildungs- und Begegnungsarbeit können das Buch kostenfrei bei ConAct bestellen.
http://www.conact-org.de

Darüber hinaus ist das Buch in allen Buchhandlungen und den gängigen Online-Bestelldiensten für 12,80 Euro erhältlich.

Einmal den Sommer in einem Kibbuz verbringen, während eines Freiwilligendienstes mit alten Menschen in Haifa in Kontakt kommen, die Stätten der Bibel im Heiligen Land besuchen oder in einem israelisch-arabischen Friedensprojekt mitwirken – das Interesse vieler junger Deutscher an Israel ist weiterhin vorhanden. Was weckt dieses Interesse und wie sehen junge Israelis ihre deutschen Gegenüber?

Das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct ist dieser Frage nachgegangen und hat 20 junge Deutsche und Israelis zu einer Schreibwerkstatt nach Berlin eingeladen. Die 50 Kurztexte, die dabei entstanden sind, bilden den Grundstock des Buches „Israel – Nah im Osten“, das von ConAct und der NDV Verlagsanstalt Darmstadt gemeinsam herausgegeben wurde.

Es sind viele kleine Erlebnisse und menschliche Begegnungen, die sich im Buch widerspiegeln. Sie verdeutlichen: Wenn junge Deutsche und junge Israelis zusammentreffen ist dies noch immer etwas Besonderes. Blickwinkel verändern sich, wenn man erfährt, dass der Großvater der israelischen Gastfamilie im Konzentrationslager war, und man trotzdem so herzlich aufgenommen wird. Auch auf junge israelische Besucherinnen und Besucher wirkt der Holocaust noch immer nach, wenn sie sich auf Spurensuche durch Berlin begeben, aber sie sehen auch die Vitalität der deutschen Hauptstadt und schätzen sie. Berlin gehört zu den beliebtesten Städtezielen junger Israelis.

Israel hat zwar nur die Größe Hessens, aber über kein Land wird überall auf der Welt so leidenschaftlich gestritten, wie über Israel. Judith Seitz und Itay Lotem haben die Texte der Jugendlichen daher mit viel nützlicher Sachinformation hinterlegt. Dabei wird nicht nur die ganze jüngere Geschichte von den ersten zionistischen Siedlern, über die Staatsgründung, den zahlreichen Kriegen bis in die Gegenwart abgedeckt, die Texte sind auch leicht verständlich und mit der nötigen Sachlichkeit geschrieben. Hinzu kommen wunderbar kurzweilige landeskundliche Informationen zu Sprache, Kultur, den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und vieles mehr.

In der Summe ist ein Landesportrait entstanden, das nicht nur informativ ist, sondern auch sehr angenehm, spannend und unterhaltsam zu lesen ist – egal, ob man immer mal wieder ein Häppchen liest oder so gefesselt ist, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

„Israel – Nah im Osten“ eignet sich hervorragend als Vorbereitung für eine Israelreise, für das bessere Verständnis der deutsch-israelischen Beziehungen und für das Verstehen eines Landes, das sich oft so missverstanden fühlt.

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0


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