Stephanie Bindzus

(Jugend)Austausch macht Schule!

Schulen und Lehrkräfte profitieren von den Methoden und Inhalten internationaler Jugendarbeit und können Aktivitäten durchführen, die ohne Partner nicht möglich wären – Träger der Jugendarbeit erreichen besser diejenigen Jugendlichen, die sonst seltener Zugang zum internationalen Austausch haben, wie sozial benachteiligte oder bildungsschwächere junge Menschen. Dies sind nur einige der Gründe, weshalb sich die Zusammenarbeit von Internationaler Jugendarbeit und Schule lohnt.

zwei junge Frauen
BildImage: © mirpic - Fotolia

Die größten Gewinner sind jedoch die Jugendlichen selbst: Ihnen eröffnen sich mehr Chancen, an internationalen Austauschen teilzunehmen und die positiven Erfahrungen mitzunehmen, die pädagogisch begleitete Auslandsaufenthalte bieten. Dass die internationale Öffnung von Schule und ihrer Akteure heute helfen kann, auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu antworten, davon sind die Träger der Initiative „Austausch macht Schule“ überzeugt. Vor zwei Jahren hatten das Deutsch-Polnische und das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch und der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz die Initiative ins Leben gerufen. Mittlerweile sind Partner aus der außerschulischen Internationalen Jugendarbeit hinzugekommen und auch IJAB unterstützt die Initiative. Ziel ist es, Schulen zu ermutigen, internationale Austauschmaßnahmen nachhaltig im Schulalltag zu verankern, um dadurch Selbstsicherheit, Teamfähigkeit, Weltoffenheit und Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu festigen.

Zehn bei der Auftaktkonferenz 2013 formulierte Thesen bildeten in den letzten beiden Jahren Anregung und Grundlage für weiteren Diskussionen. Ende September diesen Jahres soll nun die Umsetzung von vier ausgewählten Thesen in einer weiteren Dialogkonferenz weiter vorangetrieben werden:

  • Jeder Schülerin / jedem Schüler sollte die Möglichkeit gegeben werden, an einem internationalen Austauschprojekt teilzunehmen.
  • Internationaler Austausch sollte selbstverständlicher Teil schulischer Bildung sein.
  • Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sollte unterstützt werden.
  • Jede (angehende) Lehrkraft sollte ein Informationsmodul „projektbezogener internationaler Austausch” durchlaufen.

Hierfür sind rund 180 Expertinnen und Experten aus Bildung, Verwaltung, Politik, Jugendarbeit und Zivilgesellschaft eingeladen. Eröffnet wird die Konferenz von der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, Caren Marks, und vom Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik.

Anregungen, Diskussionsbeiträge und Stimmen aus der Praxis zum Thema gibt es bereits jetzt unter http://www.austausch-macht-schule.de/nachgefragt/, darunter auch ein Interview mit Daniel Poli, Geschäftsbereichsleiter bei IJAB, zu den vier ausgewählten Thesen.



Kommentare ( 0 )

Kommentare schreiben

Noch 1000 Zeichen

Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter