Lea Bussenius

Neue Projekte auf dem Jugendhilfetag zur Unterstützung von Jugendaustauschen

Auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag gibt es ein vielfältiges Angebot für internationalen Jugendaustausch. Besonders relevant dafür sind die bilateralen Jugendwerke und Koordinierungsstellen, die man auf dem Marktplatz Europa findet. Auf der Fachmesse stellen sie die neusten Projekte vor, um den Jugendaustausch zu unterstützen und zugänglicher zu gestalten.

Beratung am Stand von ConAct
Beratung am Stand von ConAct BildImage: Christian Herrmann

Initiative Route NN – Austauschprogramme für alle Jugendlichen

Die Initiative „Route NN“ ist ein neues Projekt des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Es soll den Jugendaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalen und Hauts-de-France effizient verstärken. Es gibt bereits mehrere Verbände in beiden Regionen, die sich beteiligen und eine Delegationsfahrt hat auch schon stattgefunden. „Im Vordergrund stehen mobilitätsferne Jugendliche, denen die Teilnahme an einem interkulturellen Austauschprogramm bis jetzt nicht möglich war“, erklärt man mir am Stand des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Das Jugendwerk versteht das Projekt als Netzwerk und engagiert sich für Diversität in Austauschprogrammen. So kann eine Chance für alle Heranwachsenden angeboten werden, sich die Welt zu erschließen.

Piłka w grze– spielerisch polnisch lernen

„Polnisch ist eine Sprache, wo man sich oft denkt: Wie spricht man das aus?“, berichtet Anke Papenbrock vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Um deutsch polnische Begegnungen zu vereinfachen hat das Jugendwerk das Animationsspiel Piłka w grze – Ball im Spiel entwickelt. Es beinhaltet Karten mit Fußballsymbolen, die verglichen werden  und möglichst schnell soll das Symbol, das gleich geblieben ist, auf der jeweils anderen Sprache genannt werden. Das fordert Schnelligkeit sowie Geschick. „Ich habe beim Zuschauen fast eine Fan-Meile aufgebaut, es macht tierisch Spaß“, versichert Anke Papenbrock mir. Ziel ist es Polnisch bzw. Deutsch nicht schulisch, sondern spielerisch kennenzulernen und dadurch die erste Hürde zu einer neuen Sprache zu überwinden.

Gesellschaftliche Vielfalt fördern – Living Diversity

Das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch hat mit dem Projekt „Living Diversity in Germany and Israel“ ein internationales Netzwerk geschaffen. Es sollen gezielt Träger und Fachkräfte angesprochen werden, die sich schon mit diversitätsbewussten Ansätzen beschäftigen und im Jugendaustausch tätig sind. Die Frage „Wie kann man voneinander lernen?“ steht hier im Vordergrund. Jugendpolitische Zusammenarbeit wird als Bereicherung gewertet und es soll dazu angeregt werden, in sie zu investieren. Zusammen mit „Israel Youth Exchange Authority“ soll Diversitätsbewusstsein erweitert werden.



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