Cathrin Piesche

Junge Ideen für die G7 - Das deutsche Team für den internationalen Jugendgipfel J7 steht fest

Sechs Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland im Alter von 15 bis 18 Jahren werden vom 7. bis 13. Mai gemeinsam mit Jugendlichen aus den G7-Staaten, EU-Ländern und Entwicklungsländern zentrale Zukunftsfragen diskutieren. Sie behandeln dabei die gleichen Themen wie die Staats- und Regierungschefs der G7, die Anfang Juni im bayerischen Elmau zusammen kommen. Zur Vorbereitung des Jugendgipfels kam das junge deutsche Team jetzt zum ersten Mal in Köln zusammen.

J7 - Deutsches Team BildImage: UNICEF/DT2015-21434/Hyou Vielz

"Ich freue mich, dass sechs Mädchen und Jungen aus Deutschland beim J7 - Gipfel in Berlin dabei sein werden. Denn das Treffen der Staats- und Regierungschefs ist auch Anlass junge Menschen zu Wort kommen zu lassen. Sie sollen sich einmischen, wenn es um ihre Zukunft geht", sagt Bundesjugendministerin Manuela Schwesig. UNICEF-Botschafter Alexander Gerst unterstützt das deutsche J7-Team. "Damit unser Planet eine Zukunft hat, müssen wir jungen Menschen zuhören. Sie müssen die Chance bekommen, bei der Lösung globaler Probleme mitzuwirken. Die meisten Probleme auf der Erde lassen sich lösen, wenn man früh lernt, neugierig zu sein, andere zu respektieren und zusammen zu arbeiten", erklärte Gerst.

Am 11. Mai werden die Jugendlichen ihre Ergebnisse mit Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und Bundeskanzlerin Angela Merkel diskutieren. Kooperationspartner des Jugendgipfel J7 sind das Bundesjugendministerium, UNICEF und IJAB-Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Das deutsche Team

Sang-Jin Kim (17) aus Kassel

Sang-Jin Kim aus Kassel hat sich bereits vielfältig engagiert: zum Beispiel im internationalen Jugendaustausch in den USA, in Regionaltreffen des Europäischen Jugendparlaments und beim deutschen Gründerpreis. Fairer Handel und eine nachhaltige Entwicklung sind ihm besonders wichtig. "Ich bin der Meinung, dass Jugendliche die Initiative ergreifen müssen, um die Welt in der wir leben zu verändern. Wir müssen unser Schicksal in die Hand nehmen, sonst werden unsere Bedürfnisse ignoriert oder vergessen. Wenn wir nicht unsere Stimme erheben, für unsere Ideale und Rechte eintreten - wer sonst?"

Jessica Karrer (18) aus Tübingen

Jessica Karrer ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig. Sie arbeitet zum Beispiel im Jugendgemeinderat in ihrer Heimatstadt Tübingen mit. Sie war auch beim Europäischen Zukunftskongress 2014 dabei und engagierte sich im Projekt "Schüler und Senioren" der dortigen Walter Erb Realschule. "Es ist wichtig, alle mit einzubeziehen. Gemeinsam müssen und können wir etwas gegen den Klimawandel, Armut und Krankheiten tun. Kinder und Jugendliche sind kreativ. Sie werden die Rollenmodelle von morgen sein."

Lilian-June Genzel (16) aus Rathenow

Lilian-June Genzel weiß, dass Respekt und die Bereitschaft, zusammen zu arbeiten notwendig sind, um Probleme zu lösen. Bei einer Simulation der Arbeit der Vereinten Nationen lernte sie zum Beispiel, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und dabei gemeinsame Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Sie setzt sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein und engagiert sich für den Austausch mit ausländischen Schülern. "Für eine gerechte Zukunft müssen wir zusammen arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass Akzeptanz und Nächstenliebe und die Liebe zu unserem Planeten der Weg ist, den wir gehen müssen."

Martin Wendiggensen (16) aus Bochum

Martin Wendiggensen fühlt sich verantwortlich und will sich für eine bessere Welt einzusetzen. Er gründete und leitete dazu eine Schülerzeitung und organisiert Diskussionen zu aktuellen Themen an seiner Schule - beispielsweise um Vorurteile gegenüber dem Islam zu abzubauen. Kinder sind seiner Ansicht nach das Wichtigste was wir haben. "Ich glaube, dass wir eine bessere, sicherere und gesündere Zukunft schaffen können. Dabei ist es wichtig, dass wir Jugendliche überall auf der Welt unseren Überzeugungen Gehör verschaffen und über die Veränderungen sprechen, die wir erreichen wollen und dabei auch mithelfen."

Yolanda Flavia Stabel (16) Saarbrücken

Yolanda Flavia Stabel leitet seit drei Jahren als JuniorBotschafterin die UNICEF-Gruppe an ihrer Schule. Sie setzt sich dabei für gleiche Rechte für alle Kinder, den Schutz unseres Planeten und die Überwindung von Armut ein. Yolanda hat auch eine Fairtrade-Gruppe gegründet und ein Theaterstück zu diesem Thema geschrieben. "Bildung gibt Wissen. Wissen gibt Kraft zu Handeln. Und Handeln kann eine bessere Zukunft für alle bringen."

David Antonio Zuther (15) aus Hamburg

David Antonio Zuther möchte einmal Journalist werden. Regelmäßig schreibt er für die Schülerzeitung seiner Schule und veröffentlicht in seinem eigenen Blog Artikel. Er sucht den Austausch mit anderen Jugendlichen in der Initiative "United Youth Journalist". Dabei interessiert er sich besonders für das Thema Gerechtigkeit. Schon in der sechsten Klasse sammelte er mit Freunden Geld, um Benachteiligten zu helfen. "Ungleichheit erzeugt Enttäuschung, Wut und Hass. Es gibt auch einen Zusammenhang  zwischen Armut und Depression. Soziale Ungleichheit macht krank - zum Beispiel, wenn ein Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung hat."

Weitere Informationen unter: www.j7summit.org

[Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ, 20.4.2015]



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