Christian Herrmann

Y20 Youth Dialogue: Jugendgipfel geht dem G20 Summit voraus

In Berlin hat Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek den Y20 Youth Dialogue eröffnet. 68 junge Menschen aus 31 Ländern werden in den nächsten Tagen beraten, was sie vom vom G20 Summit erwarten. Am 7. Juni werden sie ihre Vorschläge Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentieren.

Eine junge Frau spricht in ein Mikrofon
BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0


Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek bei der Eröffnung des Y20 Youth Dialogue, Bild: Christian Herrmann

Staatssekretär Dr. Kleindiek hat sich für die jungen Menschen Zeit genommen, die heute im Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend zusammengekommen waren. Es sind die Teilnehmenden des Y20 Youth Dialogue. Y20 ist ein Teil einer Initiative der Bundesregierung, um im Vorfeld des G20-Gipfels mit der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen. „Ich freue mich, heute so viele engagierte junge Menschen aus allen Teilen der Welt kennenzulernen“, sagte Dr. Kleindiek bei der Eröffnung. „Auf das Leben dieser Generation haben die Entscheidungen der G20-Staats- und Regierungschefs besonders große Auswirkungen. Deshalb ist es wichtig, dass sich junge Menschen auch auf höchster internationaler Ebene Gehör verschaffen können. Sie wollen Verantwortung übernehmen, sie wollen ihre Wünsche, Ziele und Ansprüche formulieren. Der Y20-Jugendgipfel gibt ihnen dazu die Möglichkeit“, so Dr. Kleindiek weiter. IJAB-Direktorin Marie-Luise Dreber erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass „die Welt nicht alleine von Regierungen bestimmt wird“. Es seien die Menschen und eben auch die Jugend, die die Welt aktiv gestalteten.

Was ist jungen Menschen wichtig?

Welche Themen ihnen besonders wichtig seien, wollte Staatssekretär Dr. Kleindiek von den anwesenden jungen Menschen wissen.

„Jugendliche haben wenig Vertrauen in Institutionen“, sagte eine Teilnehmerin, „das liegt auch an strukturellen Hindernissen bei der Jugendbeteiligung“. „Hier im Raum sitzen mehrheitlich Frauen“, merkte eine weitere Teilnehmerin an, „das wird beim G20-Gipfel anders sein, da wird nur Angela Merkel unter den Staats- und Regierungschefs sitzen. Die Rechte von Frauen bleiben ein wichtiges Thema“.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die damit verbundene Perspektivlosigkeit in vielen Ländern der Welt war Gegenstand mehrerer Wortmeldungen, ebenso die Sorge um den langsamen Fortschritt beim Erreichen von Zielen beim Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung. Offene Grenzen forderte eine weitere Teilnehmerin. „Ich möchte dort lernen und arbeiten können, wo ich möchte“, sagte sie.

Der Youth 20 Dialogue ist als Spiegelbild zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten angelegt. Vertreten sind Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA. Hinzu kommen junge Menschen aus den EU-Mitgliedstaaten Österreich, Tschechien und Ungarn sowie aus den Gastländern Niederlande, Norwegen und Spanien. Teilnehmende aus Botswana, Kenia und Nigeria sowie aus Schweden und Vietnam bringen Ansätze aus weiteren Ländern mit ein.

Der Y20 Youth Dialogue wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und IJAB organisiert.

Weitere Informationen: https://y20-germany.org/

Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0


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