Lea Bussenius

Wie kann sich Jugendarbeit für junge Geflüchtete öffnen?

Durch die erhöhte Zahl von Einwanderern in Europa sind Flucht und Migration zu immer wichtigeren Themen geworden. Dadurch wird auch der Umgang mit Rassismus und Rechtsextremismus in der Jugendarbeit immer relevanter. Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA) bietet dabei Unterstützung, die es auf dem Kinder- und Jugendhilfetag vorstellte.

Ansgar Drücker
Ansgar Drücker BildImage: Christian Herrmann

„Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist Antirassismus, Antisexismus und der Umgang mit Migration“, erklärt mir Ansgar Drücker von IDA. Einige Einwanderer sind auch selbst in dem Verein vertreten, z.B. ein russischsprachiger Jugendverband. Sie werden gezielt von dem Informationszentrum gefördert, z.B. in der politischen Bildungsarbeit. Dazu bietet das IDA jedes Jahr zwei Seminare an für alle Verantwortlichen in migrantischen Jugendorganisation. Eine weitere wichtige Aufgabe ist der Versuch die Menschen für diese Themen zu sensibilisieren. Hierzu wird Rassismus nicht nur auf der individuellen, sondern auch auf der institutionellen Ebene betrachtet, berichtet Ansgar Drücker. Das heißt konkret, dass sich das IDA neben alltäglichen Erfahrungen von Migranten mit Rassismus auch mit strukturellen Problemen beschäftigt z.B., dass das Schulsystem in Deutschland nicht ausreichend auf Migranten eingestellt ist. „Um einen positiven Gegenentwurf zu zeigen bieten wir Sensibilisierungsseminare an, die sich gegen die polarisierende Gesellschaftsdiskussion richten“. Hierbei sollen Vielfalt und Diversität gefördert werden.

Das Angebot des IDA umfasst neben Seminaren auch Broschüren und Flyer zur Förderung der interkulturellen Öffnung und gegen antimuslimischen Tendenzen. „In den Letzten zwei Jahren kam dann erst verstärkt die Themen Asyl und Flucht dazu“, so Ansgar Drücker. Es werden unter anderem Projekte unterstützt, die sich mit Fragen wie „Wie kann sich Jugendarbeit für junge Geflüchtete öffnen?“ beschäftigen. Durch die Wahlen dieses Jahr wurden allerdings am meisten Projekte zum Umgang mit Rechtspopulismus angefragt, berichtet Ansgar Drücker. Denn wie geht man konkret mit einer rechtspopulistischen Aussage um?  Ignorieren oder doch besser vom Gegenteil überzeugen? Hierzu werden Fachtage angeboten, in denen Strategien des Arbeitskreises vorgestellt werden.

Mehr Informationen: https://www.idaev.de/aktuelles/



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