Luxembourg

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Basisdaten Luxemburg

Jugendarbeitslosenquote: 19,7 %
Zum Vergleich:
Jugendarbeitslosenquote EU-27-Durchschnitt : 23,5%
Gesamtarbeitslosenquote Luxemburg: 5,7%
Gesamtarbeitslosenquote EU-27-Durchschnitt: 10,9 % (Arbeitslosenquote von März 2013. Die Angaben der Jugendarbeitslosenquote beziehen sich auf die Altersgruppe der unter 25-Jährigen. Quelle: Eurostat)

Arbeitslosigkeit ist in Luxemburg eine jugendspezifische Problematik. Während die Gesamtarbeitslosenquote mit 5,7 Prozent relativ niedrig ist, liegt die Arbeitslosenquote der jugendlichen Bevölkerung deutlich darüber. Für lange Zeit war im relativ krisenfesten Luxemburg nur eine kleine Minderheit von Jugendarbeitslosigkeit betroffen und der Übergang in den Beruf verlief für Jugendliche ohne Schwierigkeiten. Bis Ende der 1990er Jahre lag die Jugendarbeitslosigkeit – im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – auf einem relativ niedrigen Niveau. Seit den Jahren 2002/2003 steigt die Jugendarbeitslosigkeit beträchtlich an und wird zunehmend zum Problem. Ende 2012 waren rund 4.000 Jugendliche unter 30 Jahren auf Arbeitssuche. Hinzu kamen noch 1.447 Jugendliche, die auf eine Beschäftigungsmaßnahme zurückgreifen mussten.Wie in anderen europäischen Ländern besteht auch in Luxemburg ein starker Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Jugendarbeitslosigkeit. Der Übergang in die Arbeitswelt gelingt gut ausgebildeten Jugendlichen und Jugendlichen mit luxemburgischer Nationalität schneller als jenen, mit geringeren Bildungsabschlüssen und nicht luxemburgischer Nationalität. 

Initiativen/ Übergangssystem:

Die Regierung hat den Jugendpakt 2012-2014 (www.jugendpakt.lu) in Form eines Maßnahmenkatalogs vorgelegt, an dessen Erstellung verschiedene Ministerien mitgewirkt haben. Das erste der fünf Aktionsfelder des Jugendpaktes befasst sich mit dem Thema: „Réussir la transition entre l’école et le monde du travail“ (Das Gelingen des Übergangs zwischen Schule und Arbeitswelt).

Aufgeteilt ist dieses erste Aktionsfeld in größtenteils bereits in Angriff genommene und geplante Projekte, wie z.B. den Ausbau der École de la deuxième chance (http://www.e2c.lu/), in der Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren ihren Schulabschluss nachholen können oder das Internetportal www.anelo.lu bzw. dessen Erweiterung http://beruffer.anelo.lu/, das Berufsbeschreibungen für den Luxemburger Arbeitsmarkt und entsprechende Ausbildungen in Luxemburg oder im Ausland beinhaltet sowie auf Bewerbungsgespräche vorbereiten.

Ebenfalls Bestandteil ist das seit Februar 2012 bestehende Maison de L´Orientation (http://www.anelo.lu/de/maison-de-lorientation). Dabei handelt es sich um die Zusammenführung verschiedener Dienststellen, Informations- und Beratungsangebote zu den Themen Ausbildung, Beruf und Weiterbildung sowie Unterstützung bei der Berufsfindung unter einem Dach.

Die Action Locale pour Jeunes - ALJ (http://www.alj.lu/) ist eine Initiative des Ministeriums für allgemeine und berufliche Bildung. Das Ziel der ALJ ist es, Jugendlichen unter 26 Jahren den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu erleichtern. Dazu organisiert die ALJ Maßnahmen, welche die Schüler/-innen auf die Arbeitswelt vorbereiten und kümmert sich um die Kontaktaufnahme und Begleitung der Jugendlichen sobald sie die Schule verlassen haben bis zu ihrer Eingliederung in die Arbeitswelt. Aufgabe der ALJ ist auch das Informieren und Sensibilisieren aller Beteiligten und Institutionen, die an diesem Übergangsprozess teilhaben, sowie die Herstellung neuer Beziehungen zwischen den Institutionen. Um in der Nähe der Jugendlichen zu sein und ihnen den Zugang zu den vielseitigen Dienstleistungen zu erleichtern, befinden sich die Regionalbüros der ALJ in unmittelbarer Umgebung der weiterführenden Schulen. In diesen Schulen arbeiten Lehrer und Lehrerinnen stundenweise für die ALJ und betreuen die Jugendlichen der jeweiligen Schulen.

Der Service volontaire d'orientation (Freiwilliger Orientierungsdienst)(http://www.volontaires.lu/organisation/svo/service-volontaire-d-orientation)
wird vom Service Nationale de la Jeunesse - SNJ (Nationaler Jugenddienst) koordiniert und richtet sich an junge Menschen – vor allem jene, die die Schule ohne Abschluss verlassen haben und sich neu orientieren möchten. Die Teilnehmenden sammeln praktische Erfahrungen in einer luxemburgischen Aufnahmeorganisation und werden intensiv von den Mitarbeiter(inne)n des Nationalen Jugenddiensts betreut. Durch die Mitarbeit an einem gemeinnützigen Projekt können sie ihre Interessen und Talente entdecken. Die ALJ, die Agence pour le développement de l'emploi - ADEM (Agentur für Arbeit) (http://www.adem.public.lu), die Jugendhäuser sowie die Zentralstelle für schulpsychologische Beratung und Schulorientierung (CPOS) und der schulpsychologische Dienst (SPOS) sind aktiv an diesem Programm beteiligt. Im Mittelpunkt stehen der Erwerb praktischer Kompetenzen sowie eine persönliche Begleitung auf dem Weg zu einer Beschäftigung und/oder einer qualifizierenden Ausbildung.

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