Jugendpolitische Zusammenarbeit mit Griechenland

Das Häusermeer von Athen
BildImage: Christian Herrmann  INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0

Die Weiterentwicklung des deutsch-griechischen Jugend- und Fachkräfteaustausches ist ein wichtiges politisches Anliegen. Auf der Grundlage der im Koalitionsvertrag von 2013 angekündigten Gründung eines deutsch-griechischen Jugendwerks arbeitet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit seinen griechischen Partnern an der Förderung des deutsch-griechischen Jugendaustausches. Aktuell wird zwischen den zuständigen Ministerien Deutschlands und Griechenlands ein gemeinsames Konzept für die Intensivierung der Zusammenarbeit entwickelt, das auch die Errichtung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks einschließt. IJAB unterstützt die Förderung des deutsch-griechischen Jugendaustausches mit Angeboten zur Information, zur Vernetzung und zum Partneraustausch.

BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Christian Herrmann

Begegnung, Freundschaft und Versöhnung ermöglichen

Bereits 1989 brachte Brigitte Spuller einen ersten Jugendaustausch zwischen der Evangelischen Jugend Nürnberg und der Gemeinde Distomo, in der während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg von der SS Zivilisten ermordet wurden, auf den Weg. Zwei Jahrzehnte hielt diese Pionierarbeit im Jugendaustausch mit beeindruckender Kontinuität an. Daraus ist ein reicher Fundus an Erfahrungen für die deutsch-griechische Erinnerungsarbeit entstanden. [mehr]

mehrere junge Leute stehen zwischen Reihen von Grabsteinen.
BildImage: Gunnar Zamzow

Gunnar Zamzow

Studienfahrt des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. nach Kreta

Erstmalig fand im September 2015 eine Studienfahrt des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. nach Kreta statt. Die jungen Teilnehmer/-innen besuchten die Städte Chania und Heraklion, entdeckten in zehn intensiven Projekttagen die vielseitige Insel und lernten eine Reihe von Personen und Projekten kennen. [mehr]

BildImage: Tim Lüdemann

Katrin Schauer

Trilaterale Jugendbegegnungen zwischen Griechenland, Frankreich und Deutschland widmen sich dem Thema Flucht und Migration

Das Landesjugendwerk der AWO Berlin wird gemeinsam mit den Partnerorganisationen in Griechenland (United Societies of the Balkans) und in Frankreich (La Ligue de l´enseignement) internationale Jugendbegegnung mit jungen Geflüchteten und Teilnehmenden aus den drei Ländern veranstalten. Ziel ist es den jungen Menschen zu zeigen, „dass sie weit mehr haben, was sie verbindet als was sie von einander unterscheidet.“ Christopher Langen und Claudius Lehmann berichten von den Impulsen zur Entstehung der Projektidee, davon, wie die tragischen Ereignisse an der griechisch-mazedonischen Grenzen das Vorbereitungstreffen überschattet haben und wie das Projekt von den jungen Geflüchteten aufgenommen wurde. [mehr]

Carolin Wenzel
BildImage: Christian Herrmann

Carolin

Fachtag Erinnerungsarbeit: Chancen multilateraler Jugendbegegnungen zur Erinnerungsarbeit

Die Teilnehmer/innen des Workshops „Chancen multilateraler Jugendbegegnungen zur Erinnerungsarbeit“ setzten sich mit den vielfältigen Aspekten multilateraler Jugendbegegnungen im Allgemeinen und im Speziellen zur Erinnerungsarbeit auseinander. Dabei wurde insbesondere auf den Ansatz der Verflechtungsgeschichte („Histoire croisée“) als Perspektive für die non-formale Bildungsarbeit mit Jugendlichen eingegangen und Methoden, die diesen Ansatz berücksichtigen, vorgestellt. Darüber hinaus wurden Fragen über den Mehrwert multilateraler Jugendbegegnungen zur Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte im Vergleich zu bilateralen Begegnungen, deren Dynamiken und was bei der Planung und Durchführung zu beachten ist, thematisiert. [mehr]

Matthias Heyl
BildImage: Christian Herrmann

Matthias Matthias

Fachtag Erinnerungsarbeit: Konfliktpotential und Dynamik in deutsch-griechischen Jugendbegegnungen

In dem Workshop ging es ganz wesentlich darum, Konfliktpotentiale in deutsch-griechischen Jugendbegegnungen zu markieren und den Umgang mit ihnen zu diskutieren. Dabei scheint die zuweilen wahrgenommene Asymmetrie verfügbarer öffentlicher Ressourcen und bürgerschaftlicher Strukturen im Bereich der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit zwischen Deutschland und Griechenland nicht unproblematisch zu sein. Interkulturelle Begegnungen wissen aber mit derlei Unterschieden umzugehen, oder sie lernen es besser. [mehr]

Matteo Schürenberg
BildImage: Christian Herrmann

Matteo Schürenberg

Fachtag Erinnerungsarbeit: Bilaterale Begegnungschancen für Fachkräfte-Qualifikationen in der deutsch-griechischen Erinnerungsarbeit

Je intensiver die Aktivitäten für die Zusammenarbeit in den deutsch-griechischen Beziehungen, desto mehr stellt sich die Frage, wer diese Programme in beiden Ländern konzipiert, organisiert und vernetzt. Denn so verständlich das erste Augenmerk auf die eigentlichen Ziele, Themen, Begegnungen eines Projekts auch ist – und so beachtlich sich die „wildwüchsige“ Ideen- und Schaffenskraft zivilgesellschaftlicher Engagierter ausnimmt, die oftmals notgedrungen einfach loslegen und dabei sehr viel bewegen: Sollen diese Impulse dauerhaft wie breitenwirksam sein, braucht es neben aller ehrenamtlichen Initiative immer auch Qualifikation und Professionalisierung. [mehr]

Eine Gruppe Kinder reißt die Arme hoch.
BildImage: Andromachi Papaioannou

Andromachi Papaioannou

Wir sind Europa

Die Herausforderungen der Flüchtlingsströme nach Europa belasten das bereits wirtschaftlich geschwächte Griechenland enorm. Die Jugendorganisation Generation 2.0 Red hat sich als Nichtregierungsorganisation diesen Herausforderungen gewidmet und beschreibt ihren Beitrag und ihre Vorgehensweise bei der Bewältigung dieser gesamteuropäischen Herausforderung. [mehr]

BildImage: Philip Radowitz

Rita Loumites

Erinnerungsarbeit in deutsch-griechischen Jugendbegegnungen – Herausforderungen, Chancen und Perspektiven

Der Zweite Weltkrieg und die in ihm begangenen Verbrechen sind für die meisten Jugendliche weit zurückliegende Ereignisse, die mit ihrer Lebenswirklichkeit nichts mehr zu tun haben. Die Folgen der Vergangenheit bestehen jedoch fort: In den griechischen Gemeinden in denen von Deutschen während der Besatzung Zivilisten ermordet wurden, ist die Vergangenheit präsent. Rita Loumites hat deutsch-griechische Jugendaustauschprojekte mit historisch-politischer Bildungsarbeit durchgeführt und reflektiert sie. [mehr]

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