SamiDRauscher

#NoHateSpeech Movement - Kampagne gegen Hass im Netz

SamiDRauscher 27. Juli 2016

Was kann ich gegen Hate Speech tun?
 
Gar nichts!
 
Mit diesem frechen Einstieg im Wissenskatalog der Website no-hate-speech.de weckt die neue Kampagne gegen Hass im Netz die ...
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Was kann ich gegen Hate Speech tun?
 
Gar nichts!
 
Mit diesem frechen Einstieg im Wissenskatalog der Website no-hate-speech.de weckt die neue Kampagne gegen Hass im Netz die Aufmerksamkeit ihrer Besucher.
 
Natürlich kann etwas gegen Hate Speech getan werden. Durch das Netzwerk des ursprünglich vom Europarat initiierten No Hate Speech Movements wird deutlich, wie viele Initiativen in Deutschland bereits aktiv sind. Auf der Seite finden sich auch praktisch einsetzbare Spruchbilder und eine Übersicht darüber, wie Kommentare gemeldet oder zur Anzeige gebracht werden können und welche Gesetze "Hate Speech" betreffen. Damit möchte die Kampagne eine Bewegung starten, Betroffene unterstützen, informieren und neue Ideen gegen Hass und Hetze entwickeln. Es soll endlich klar werden: Die Mehrheit im Netz ist freundlich und achtet die Menschenrechte - dagegen steht nur eine kleine, aber laute Minderheit.
 
Gefördert wird die Bewegung vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Koordiniert wird sie von den Neuen deutschen Medienmachern. Dahinter verbirgt sich ein bundesweiter Zusammenschluss von über 1000 Medienschaffenden mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. 
 
Die Bundesregierung postete zum Website-Launch auf Facebook
 
Meinung und Debatte? Ja! 
Hass und Hetze? Nein! 
Die Kampagne ‪#‎NoHateSpeech‬ will Hass im Netz etwas entgegensetzen. Mit guten Argumenten – und Humor: www.no-hate-speech.de Denn Demokratie braucht die sachliche Auseinandersetzung.
 
...und eine Bewegung braucht Impulsgeber*innen wie Sie!
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SamiDRauscher

#NoHateSpeech Movement - Kampagne gegen Hass im Netz

SamiDRauscher 27. Juli 2016

Was kann ich gegen Hate Speech tun?[/i]

Gar nichts![/i]
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Was kann ich gegen Hate Speech tun?[/i]

Gar nichts![/i]

Mit diesem frechen Einstieg im Wissenskatalog der Website no-hate-speech.de weckt die neue Kampagne gegen Hass im Netz die Aufmerksamkeit ihrer Besucher.

Natürlich kann etwas gegen Hate Speech getan werden. Durch das Netzwerk des ursprünglich vom Europarat initiierten No Hate Speech Movements[/b] wird deutlich, wie viele Initiativen in Deutschland bereits aktiv sind. Auf der Seite finden sich auch praktisch einsetzbare Spruchbilder und eine Übersicht darüber, wie Kommentare gemeldet oder zur Anzeige gebracht werden können und welche Gesetze "Hate Speech" betreffen. Damit möchte die Kampagne eine Bewegung starten, Betroffene unterstützen, informieren und neue Ideen gegen Hass und Hetze entwickeln. Es soll endlich klar werden: Die Mehrheit im Netz ist freundlich und achtet die Menschenrechte - dagegen steht nur eine kleine, aber laute Minderheit.

Gefördert wird die Bewegung vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Koordiniert wird sie von den Neuen deutschen Medienmachern. Dahinter verbirgt sich ein bundesweiter Zusammenschluss von über 1000 Medienschaffenden mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. 

Die Bundesregierung postete zum Website-Launch auf Facebook: 

❤[/i] Meinung und Debatte? Ja! 

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ulrikewerner

Herausforderungen für die IJA durch aktuelle politische Entwicklungen

ulrikewerner 25. Juli 2016

Zunehmende Nationalismen und Fremdenfeindlichkeit in Europa, die Zunahme extremistischer Gruppierungen, sowie Terroranschläge und steigende Flüchtlingszahlen sind Folgen politischer Entwicklungen sowohl in Europa als auch weltweit. Dies hat auch große Auswirkungen auf die Internationale ...
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Zunehmende Nationalismen und Fremdenfeindlichkeit in Europa, die Zunahme extremistischer Gruppierungen, sowie Terroranschläge und steigende Flüchtlingszahlen sind Folgen politischer Entwicklungen sowohl in Europa als auch weltweit. Dies hat auch große Auswirkungen auf die Internationale Jugendarbeit:
•    Die Terroranschläge in Frankreich führten zu sinkenden Teilnehmenden-Zahlen im deutsch-französischen Austausch.
•    Der deutsch-russische Austausch ist laut Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch um 60% zurückgegangen.
•    Aufgrund der Sicherheitslage in der Türkei weichen Träger auf alternative Regionen aus.
•    Bedingt durch die negative Berichterstattung in einigen Ländern über die Sicherheitslage in Deutschland, wollen viele ausländische Partner derzeit nicht nach Deutschland kommen.

Dies sind nur einige Aspekte der derzeitigen Entwicklungen. Gleichzeit wirken diese auch auf die thematische Ausrichtungen von internationalen Begegnungen und Programmen, was eine Sensibilisierung bei Teamerinnen und Teamern erfordert.

Wichtig ist hier der pädagogisch angemessene Umgang mit Themen wie Demokratieentwicklung, politische Bildung oder Homosexualität, deren Thematisierung in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Ländern sehr schwierig ist oder der Umgang mit menschenfeindliche Äußerungen, die zunehmend auf internationalen Begegnungen festgestellt werden. Auch offener und verdeckter Nationalismus im internationalen Austausch, wie von Eike Totter in seinem Beitrag treffend beschrieben, kann hier zugeordnet werden.

Neben der Frage welche Wirkungen diese Entwicklungen auf die Internationale Jugendarbeit haben, möchten wir auch gemeinsame Antworten und Herangehensweisen im Rahmen des Innovationsforum diskutieren. Denn gerade Internationale Jugendarbeit kann in Bezug auf Menschenrechte, Verständigung, Demokratieentwicklung und Stärkung der Zivilgesellschaft sehr viel bewirken.
Deshalb freuen wir uns über Ideen, Rückmeldungen und Kommentare von Euch.
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Eike Totter

Offener und verdeckter Nationalismus bei Leitungskräften der Internationalen Jugendarbeit

Eike Totter 22. Juli 2016

"Internationale Jugendarbeit" trägt es im Titel: sie findet zwischen Nationen statt. Selten taucht aber auch ein Begriff auf, der den Zielen, die sie verfolgt, besser entspräche: Transnationale Jugendarbeit.
 
Das Ziel, in der Jugendarbeit über Grenzen hinweg zu gehen, Andersartigkeit ...
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"Internationale Jugendarbeit" trägt es im Titel: sie findet zwischen Nationen statt. Selten taucht aber auch ein Begriff auf, der den Zielen, die sie verfolgt, besser entspräche: Transnationale Jugendarbeit.
 
Das Ziel, in der Jugendarbeit über Grenzen hinweg zu gehen, Andersartigkeit von Menschen nicht an ihrer Nationalität festzumachen, sondern an der gesamten Individualität, wird spätestens mit der Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks 1963 zum Programm: Nationalismus soll bekämpft werden, die Wunden, die die Weltkriege hinterlassen haben, geschlossen werden. Auch wenn etwa Ende letzten Jahrtausends die Begriffe, die wir heute dafür haben, noch nicht existierten, war diese Idee dort immer klar erkennbar in der Denke und in meiner Wahrnehmung vor allem handwerklich verwurzelt in der pädagogischen Praxis.
 
Schnitt nach heute in die vielfältigen Europäischen Programme für Jugend-Mobilität:
Gerade auf Multiplikator_innen-Veranstaltungen ist es nicht ungewöhnlich, dass die erste Frage, die das noch fremde Gegenüber stellt, ist: „Where do you come from?“. Wie meine langjährigen Versuche gezeigt haben, können die Fragenden rhetorisch mit „aus dem Martinsviertel“ oder gar neuerdings „aus Kassel“ überhaupt nichts anfangen, auch nicht mit der Infomation, dass ich von zu Hause angereist sei und wie lange ich unterwegs war - was zählt und nicht selten mit größtem Nachdruck eingefordert wird, ist, „mein“ Land zu nennen. Auch der Konter mit „My name is…“ wird gerne geflissentlich ignoriert bis die eigentliche Frage geklärt ist. Antworte ich also, dass das Land, in dem ich lebe wiederholt Nachbarländer überfallen hätte oder sie mich nach Gusto mit Beckenbauer, Einstein, Stockhausen oder Goebbels in einen Topf werfen könnten, sind einige am Ziel - die anderen pikiert.
Nur die Spitze des Eisbergs. Die üblichen Verdächtigen werfen sorglos mit „Please visit my country“, „I love your country“, „If you can’t stay in the UK, we can give you our citizenship“ etc. um sich. Beim obligatorischen von Teilnehmenden gestalteten Abend tauchen Flaggen auf, werden Trachten ausgepackt, die im richtigen Leben niemand trägt, dürften alle bekannten nationalen Stereotype längst bedient worden sein und musste feststellen, dass mitgebrachte Imagefilme mit Panzern nicht nur mich zum Staunen gebracht haben. Aber gut gemeint ist nicht gut.
 
Die undifferenzierte Analogie, eine_n jede_n als Repräsentant_in oder gar Diplomat_in einer Nation zu begreifen mag durch die irre Notwendigkeit unterstützt werden, immer Partner (und sei es nur in der Qualität eines Stempels) aus unterschiedlichen Nationen beteiligen zu müssen oder auch der jahrzehntelangen Verwendung eines Kulturbegriffes, der ohne Auswirkungen mit „Nation“ ersetzt werden konnte. Diese undifferenzierte Haltung ist in meiner Wahrnehmung nicht nur eine hilflose, gutgemeinte Marotte, sondern weit verbreitet und es ist offensichtlich, dass eine nennenswerte Anzahl gerade derer, die international Jugendmobilität maßgeblich gestalten, sich nicht mit Nationalismus auseinandergesetzt haben oder gar Werkzeuge kennen, ihn zu thematisieren und zu bearbeiten.
 
Mein Vorschlag für das kommende Forum wäre, herauszufinden, wie groß dieser blinde Fleck des Nationalismus bei zentralen Akteuren der Programme tatsächlich ist und wie man damit umgehen sollte - und kann. Mir wird es immer drängender und gleichzeitig unangenehmer, diesen Widerspruch zu thematisieren. Es wird immer deutlicher, wie durch Offenheit (oder Gleichgültigkeit) gesellschaftlicher Akteur_innen für nationalistische Tendenzen die politische Großwetterlage nicht nur in ganz Europa bestimmt wird. Eine Auseinandersetzung mit diesen scheint in weiten Bereichen der Praxis der IJA überhaupt nicht verwurzelt zu sein, ja ihre Thematisierung löst in der Regel Argwohn aus. Den Raum, diese Fragestellung aktiv und strategisch zu bearbeiten finde ich im meiner Praxis leider noch nicht und wenn, dann nur am Rande. Dabei ist sie im übrigen gut anschlussfähig an aktuelle Bemühungen, Internationale Jugendarbeit (wieder) zur Platform für politische Bildung zu machen.
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Giebel
Giebel, 26. Juli 2016, 11:08
Herzlichen Dank, Eike für das Statement. Ich stimme Dir voll und ganz zu. Wir sollten den (Bildungs)Raum nutzen, um kritisch zu diskutieren. Dabei muss ich sofort an die No-Hate-Speech-Kampagne denken, die soeben in Deutschland gestartet ist. Wir von IJAB sehen, dass damit zumindest ein Beitrag (wenn auch nicht als allumfassende Lösungstrategie) gegen die von Dir geschilderten nationalistischen Tendenzen gesetzt wird. In anderen europäischen Ländern gibt es diesbezüglich schon einiges an Erfahrungen: eine Menge Akteure, die sich dafür engagieren, sowie einige englischsprachige Literatur/Handbücher. Es wäre interessant, zu erfahren, wie die Resonanz und Wirksamkeit aus deren Perspektive ist und wie wir in Deutschland das Thema pushen könnten, insbesondere im Bereich Qualifizierung und Informationspolitik. Vielleicht lassen sich Deine Intentionen mit unseren Ideen zusammenbringen?
Eike Totter
Eike Totter, 26. Juli 2016, 15:13
das No Hate Speech Movement kommt hoffentlich noch gesondert auf Themen-Liste des Innovationsforums, ist definitiv ein wichtiges Thema und feue mich sehr, dass es jetzt auch in Deutschland einen Ableger gibt.
Ich meinte mit meinem Beitrag allerdings eher diesen gut gemeinten und unreflektierten  "Alltagsnationalismus", zu dem es meines Wissen überhaupt noch keine öffentliche Debatte gibt, der aber vielen Kolleg_innen ebenfalls wohlvertraut ist.
Ich würde die beiden Themen eher nicht zusammenlegen, aber auch auf keines verzichten wollen.

Christoph Bruners

Entwicklung neuer E-Learning-Tools (MOOCs)

Christoph Bruners 01. Juli 2016


Das Internet hat die klassischen Lernorte stark verändert: Die schnellen technischen Entwicklungen sowie die zunehmende Vernetzung eröffenet die Möglichkeit den Zugang zu qualitativ hochwertigem und bedeutendem Wissen immer und überall verfügbar werden zu lassen. Inhalte und Themen lassen ...
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Das Internet hat die klassischen Lernorte stark verändert: Die schnellen technischen Entwicklungen sowie die zunehmende Vernetzung eröffenet die Möglichkeit den Zugang zu qualitativ hochwertigem und bedeutendem Wissen immer und überall verfügbar werden zu lassen. Inhalte und Themen lassen sich somit durch das Netz auf unterschiedliche Weise für jede Zielgruppe kreativ und zu jederzeit anbieten.
Zu diesen Möglichkeiten gehören auch die Massive Open Online Courses, kurz MOOCs. Sie sind eine spezielle Form von Onlinekursen zu ausgewählten Themen, bei der traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos und Lesematerial mit Online-Foren verbunden werden. Das Besondere an MOOCs ist die Interaktion zwischen den Teilnehmenden, die in diesem Rahmen ermöglicht wird. Aufgrund der breiten multimedialen Aufbereitung eignen sich MOOCs optimal, Lerninhalte einer großen Anzahl von Interessierten näher zu bringen.
Ausgangspunkt für die Entstehung der MOOCs waren die bestehenden Formen des E-Learnings, die durch das Konzept der frei verfügbaren Lern-und Lehrmaterialien (Open Educational Resources: OER) und durch die Entwicklung des Web 2.0 neue Impulse bekamen. Das Format wurde ursprünglich in der Hochschullehre eingesetzt. Doch mittlerweile werden MOOCs auch als Medium, das unterschiedlichste Lernorte und Lernanlässe der formalen und non-formalen Bildung verbindet, diskutiert. MOOCs berücksichtigen die Heterogenität derTeilnehmenden sowie ihrer Lebensumstände, womit ihre Stärke in höherer Effizienz, verbesserter Teilhabe und in der Verbindungen  unterschiedlicher Lernbereiche liegt.
Auch für die Internationale Jugendarbeit stellen MOOCs einen besonders niedrigschwelligen Zugang zu Lernangeboten dar. Fachkräfte haben immer weniger Zeitressourcen, an klassischen Fortbildungen und Qualifizierungen teilzunehmen. Sie können zeit- und ortsunabhängig an den kostenlosen MOOCs zu speziellen Themen und Inhalten teilnehmen und sich somit gemeinschaftlich qualifizieren und weiterbilden.
Im Rahmen des Innovationsforums freuen wir uns auf Ihre / Eure Erfahrungen oder Vorstellungen zu MOOCs: Welche Aspekte des Themas sind aus Ihrer/ Eurer Erfahrung besonders relevant? Welche Themen eignen sich zur Umsetzung? Was wird zur Entwicklung eines MOOCs gebraucht? Welche Inhalte wären sinnvoll?
Denkbar wäre bspw. in einem ersten Schritt vor allem videobasierte Module in den Mittelpunkt der Weiterentwicklung bereits bestehender Toolboxen wie „Interkulturelles Lernen“, „Internationale Begegnungen organisieren“ oder „Interreligiöser Dialog“ zu stellen. In einem nächsten Schritt können dann auch weitere Themenbereiche wie beispielsweise „Inklusion“, „Politische Dimension“, „Digitale Jugendbeteiligung als Onlinekurse für Fachkräfte der Internationalen Jugendarbeit entwickelt werden.

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Judith Dubiski

i-EVAL - Neues digitales Evaluationstool für internationale Jugendbegegnungen

Judith Dubiski 29. Juni 2016


Wir möchten das Innovationsforum nutzen, um auf ein neues bzw. digitales Instrument zur Evaluierung von Internationaler Jugendarbeit hinzuweisen und dazu mit Fachkräften der Praxis in den fachlichen Diskurs zu treten:
Seit inzwischen 10 Jahren besteht mit dem vorrangig vom ...
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Wir möchten das Innovationsforum nutzen, um auf ein neues bzw. digitales Instrument zur Evaluierung von Internationaler Jugendarbeit hinzuweisen und dazu mit Fachkräften der Praxis in den fachlichen Diskurs zu treten:
Seit inzwischen 10 Jahren besteht mit dem vorrangig vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) in Zusammenarbeit mit dem Projekt Freizeitenevaluation entwickelten Instrument "Evaluation Internationaler Jugendbegegnungen" eine gut handhabbare, dezentrale, zugleich zuverlässige und aussagekräftige Möglichkeit der selbständigen Evaluation. Veranstaltern von internationalen Jugendbegegnungen steht damit ein Instrument zur Verfügung, welches bei geringem Zeit- und Arbeitsaufwand möglichst großen Erkenntnisgewinn bringt, dabei individuellen Bedarfen angepasst werden kann und zugleich durch ein gewisses Maß an Standardisierung Vergleiche mit anderen Trägern bzw. über die Zeit hinweg ermöglicht.
Aktuell steht ein besonders großer und wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des Instruments an: Vorangetrieben und finanziert von DFJW und DPJW in Kooperation mit IJAB wird intensiv an einer vollständigen Digitalisierung des Instruments gearbeitet, die die "Evaluation Internationaler Jugendbegegnungen in einen zeitgemäßen technischen Rahmen einbettet. Damit wird künftig das gesamte Verfahren noch nutzerfreundlicher und flexibler einsetzbar sein.
Auf der Plattform www.i-eval.eu  wird sich jede Organisation kostenfrei registrieren, die vorhandenen Fragebögen anpassen und die erhobenen Daten auswerten können. Dabei ist neben dem Ausdruck von Papier-Fragebögen und deren manueller Erfassung in i-EVAL dann auch eine Online-Befragung möglich: Am Ende einer Begegnung erhalten die Jugendlichen einen Link zum Fragebogen und beantworten alle Fragen (Dauer ca. 15 Minuten) auf dem Computer, auf ihrem Smartphone oder jedem anderen internetfähigen Gerät. Optional werden bereits vor Beginn der Begegnung die Mitarbeitenden nach ihren Zielen gefragt (Dauer ebenfalls ca. 15 Minuten). Die Ergebnisse können direkt nach dem Ende der Befragung in Form von Tabellen, Grafiken und verschiedenen Exportmöglichkeiten ausgewertet werden. Organisationen, die viele Jugendbegegnungen durchführen, können die Ergebnisse mehrerer Begegnungen gemeinsam auswerten und damit beispielsweise Jahresvergleiche erstellen. Alle Materialien werden weiterhin auf Deutsch, Französisch, Polnisch und Englisch bereitgestellt. Die Plattform wird ab Ende 2016 unter www.i-eval.eu  frei zugänglich sein.
Mit i-EVAL eröffnen sich Trägern der internationalen Jugendarbeit neue Möglichkeiten der Nutzung des Verfahrens und der Arbeit mit den Ergebnissen. Wen die Einarbeitung in die Materialien und die Software bislang abgeschreckt hat, findet damit - so die Hoffnung - einen einfacheren Einstieg in die Evaluation.
Weitere Informationen zum bisherigen Verfahren und den aktuellen Entwicklungen gibt es unter www.eijb.eu  sowie unter www.freizeitenevauation.de .
Wir sind gespannt auf Rückmeldungen aus der Praxis,
Judith Dubiski

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Giebel
Giebel, 29. Juni 2016, 14:54
Danke Judith für Deinen Beitrag! Das nächste Kolloquium (5.-6.10.in Bonn) könnte ein geeigneter Ort sein, um das Tool "live" vorzustellen. Gemeinsam könnten wir überlegen, wie Fachkräfte und Teamer(innen) das Tool schnellstmöglichst erproben und Feedback an die Entwicklergruppe geben können. Was meint Ihr/ meinen Sie?
Eike Totter
Eike Totter, 22. Juli 2016, 17:46
Ich freue mich sehr, dass mit der Plattform schnell und in großem Umfang statistisch verwertbares Datenmaterial der nicht ganz trivialen aber subjektiven praktischen Erfahrung im Feld gegenüber gestellt werden kann. Und obwohl ich mich gerne darüber streite, welche Vorhersagen man daraus für zukünftige individuelle Lernprozesse machen kann, sind Eure Erkenntnisse (leider) einzigartig für alle, die im Feld tätig sind.
Allerdings sehe ich noch nicht, in welcher Form die Plattform im Rahmen des Innovationsforums relevant ist. Was könten denn Fragen sein, die wir diskutieren müssten und welche Ziele könnten wir damit verfolgen?
Giebel
Giebel, 26. Juli 2016, 15:14

Zu Deiner Frage Eike: wie schon gesagt, geht es uns darum zu überlegen, wie das Tool möglichst schnell in der Trägerlandschaft bekannt gemacht und genutzt werden kann.
Die Website mit dem Ur-Modell „Freizeitenevaluation“ (Print- und digitale Fragebögen) ist längst nicht allen Trägern bekannt. Easy English, die Version in einfacher Sprache ebenso (vgl. http://www.freizeitenevaluation.de/Begegnungen Nun gibt es noch ein weiteres Tool, dass eigentlich dem Userverhalten von jungen Leuten angepasst ist.

Vor dem Hintergrund sehe ich 2 Richtungen, in die wir gemeinsam arbeiten könnten (hier und im Kolloquium):

1. Strategie zur Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit (neben Website, Flyer, Newsletter)
2. Erarbeitung eines Qualifizierungskonzepts / Anwender(innen)schulung für i-EVAL
Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter für das weitere Brainstormen?
Evaldas Rupkus

Stichwort – ePartizipation

Evaldas Rupkus 10. März 2016

Wie kann man Jugendbeteiligung in Projekten der Internationalen Jugendarbeit fördern? Ein verhältnismäßig neuer Ansatz ist Partizipation durch Onlinemedien. Das Team von EUth entwickelt die Software Opin, bei der bereits bestehende Tools zusammengeführt und jugendgerecht gestaltet sowie durch Tipps ...
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Wie kann man Jugendbeteiligung in Projekten der Internationalen Jugendarbeit fördern? Ein verhältnismäßig neuer Ansatz ist Partizipation durch Onlinemedien. Das Team von EUth entwickelt die Software Opin, bei der bereits bestehende Tools zusammengeführt und jugendgerecht gestaltet sowie durch Tipps und Beratung ergänzt werden.

Jugendbeteiligung wird in zwei unterschiedlichen Weisen betrachtet: als ein eigenständiges Thema, das besonders vor Wahlen wichtig wird, oder als eines der integralen Prinzipien von Jugendarbeit überhaupt. Beides ist nicht einfach zu behandeln, weil man in internationalen Projekten auch unterschiedliche politische Systeme kennenlernt, die nicht immer als demokratisch bezeichnet werden können. Kann hier internationale Jugendarbeit zu politischer Bildung beitragen? Wie schafft man Räume dafür?

Politikwissenschaftler sowie viele Jugendarbeiter/-innen und -forscher sind sich einig, dass sich die traditionellen Formen der politischen Partizipation im Wandel befinden. Die Ausübung des Wahlrechts durch Jugendliche ist niedrig, der Grad ihrer Mitbestimmung auch . Medienpädagogen widersprechen dem und deuten die Beteiligung von Jugendlichen in sozialen Medien als aktive, indirekte ePartizipation.

Deswegen versucht das durch das EU-Programm „Horizon 2020“ geförderte Innovations- und Forschungsprojekt „EUth – Tools and Tips for Mobile and Digital Youth Participation in and across Europe“ dieser Situation ganzheitlich zu begegnen. Man entwickelt die Toolbox OPIN, die als Plattform für ePartizipationsprozesse dienen wird, und bringt dabei das mobile Element Flashpoll mit der bewährten Software Adhocracy zusammen. Im Lauf des dreijährigen Projektes drei Feedback-Runden durch fünf Pilotprojekte europaweit zur Verbesserung der Plattform beitragen. Nach erfolgter Zielgruppenforschung wird man zudem Tipps und Guidelines für die Initiatoren von Partizipationsprojekte zur Verfügung zu stellen. „Onlineprozesse können nicht ohne offline Unterstützung und Veranstaltungen gelingen“, sagt das EUth-Projektteam, das von 11 Partnerorganisationen aus 8 EU Länder getragen wird. Daher wird ein Tool entwickelt, bei dem nach Ausfüllen eines Fragenbogens automatisch Online-Tools als und Tipps für Offline-Aktivitäten vorgeschlagen werde. Die Entwicklung soll Ende 2017 abgeschlossen sein.

Soweit ein kurzer Projektabriss. In dem Zusammenhang bewegen mich bzw. uns als Team einige Fragen, die ich hier in den Raum werfen möchte:
Die Toolbox ist nur eine technische Lösung für schon bekannte Probleme im Feld ePartizipation. Den Schritt zur Internationalisierung geht man zunächst mit Inhalten, die in den 6 Projektsprachen verfügbar sind. Deutschland, Finnland und andere EU-Länder – vorwiegend im Westen des Kontinents – kennen das Konzept schon gut.

• Wie geht man aber mit Ländern um, die als „white spot“ gelten?
• Was wäre wichtig, um die Qualität der ePartizipationstools und -projekte zu fördern?
• Welches sind die nächsten Schritte für die Weiterentwicklung des Themas?

Diese Fragen möchte ich gerne mit euch diskutieren. Danke vorab für Eure Ideen und Rückmeldungen!

Evaldas Rupkus,
Projekt Euth
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AgGraik
AgGraik, 21. Juli 2016, 12:47
Ich komme aus einem eher "white spot" Land, wo ePartizipation noch wenig bekannt ist. Die Diskussion hier finde ich aber höchtinteressant, da es sehr gebraucht bei uns ist. Jetzt im Lichte der populistischen direkt-demokratischen Referenden hat man gesehen, dass Leute Räume zum Austausch und Vertiefung in Meinungen der Anderen brauchen, und nicht eine Ja oder Nein Frage, die dann unbearbeitet zu kurzsichtigen und schädlichen Ergebnissen führt. Das baut nur weitere Wut auf. Daher könnte ich mir vorstellen, dass durch ein internationales Kooperationsprojekt, wo die mehr erfahrene Länder ihr Wissen mit uns, white spoters, austauscht und ePartizipationsprozesse damit anregt, als erster Schritt hier sein könnte.

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