Jugendpolitische Zusammenarbeit mit Japan

BildImage: flickr | Vutichai Wongnophadol  INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

In der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Japan führt IJAB im Auftrag das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) regelmäßig Fachprogramme durch. Die deutsch-japanischen Fachkräfteprogramme dienen dem Austausch von fachlichen Erfahrungen in identifizierten Themenbereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Austausch soll zur Fortentwicklung der Jugendhilfe in den vereinbarten Themenbereichen beitragen sowie den Teilnehmenden ermöglichen, andere Sichtweisen und Lösungsansätze für gemeinsame Probleme zu erkennen. Gleichzeitig fördert der Austausch die Vertiefung der Länderbeziehungen durch die Begegnung der Fachkräfte und den Ausbau des gegenseitigen kulturellen Verständnisses.

Die beiden für den Fachkräfteaustausch verantwortlichen Ministerien sind das japanische Bildungsministerium (Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology, MEXT) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Umsetzung des Fachkräfteaustausches mit der Bezeichnung „Deutsch-Japanisches Studienprogramm“ erfolgt auf japanischer Seite durch die National Institution for Youth Education (NIYE). Auf deutscher Seite wird das Studienprogramm bestehend aus zwei thematisch ausgerichteten Fachgruppen jeweils von IJAB und vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) verantwortlich geleitet. Abgesehen von IJAB und dem JDZB führen im Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Japan die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) und die Deutsche Sportjugend (dsj)  Fachkräfteprogramme mit ihren japanischen Partnerorganisationen durch.

Die Themen und Inhalte der Zusammenarbeit werden im Rahmen von bilateralen Fachgesprächen  zwischen dem BMFSFJ und dem MEXT bewertet und besprochen. Das aktuelle Protokoll wurde während der Zweiten Deutsch-Japanischen Regierungsgespräche 2017 über die Fortführung der deutsch-japanischen Programme am 25. Oktober 2017 in Tokyo verabschiedet (Deutsch/Japanisch).

Die jugendpolitische Zusammenarbeit mit Japan kann auf eine langjährige erfolgreiche Tradition zurückblicken. Sie beruht auf dem 1957 unterzeichneten Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Japan. Erste organisierte Formen eines deutsch-japanischen Jugendaustausches entwickelten sich bereits in den Jahren 1953 bis 1964. Aus der „Olympia-Fahrt der Deutschen Jugend“ im Jahre 1964 anlässlich der Olympischen Spiele in Tokyo wurde ein von beiden Regierungenmit öffentlichen Mitteln gefördertes offizielles Jugendbegegnungsprogramm „Japanfahrt der deutschen Jugend / Deutschlandfahrt der japanischen Jugend“. Das bilaterale Begegnungsprogramm wurde 1971 um einen Fachkräfteaustausch erweitert, der seither kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

Neben dem Deutsch-Japanischen Studienprogramm und den Fachaktivitäten in der Zusammenarbeit mit dem MEXT führt das Büro des japanischen Ministerpräsidenten (Cabinet Office) seit 2002 ein multilaterales Qualifizierungsprogramm mit dem Titel „Young Core Leaders of Civil Society Groups Development Program“ in Japan und verschiedenen Partnerländern durch. Das BMFSFJ ist seit 2008 regelmäßig dazu eingeladen worden, deutsche Fachkräfte nach Japan zu entsenden und für die japanischen Fachkräfte entsprechende Fachprogramme in Deutschland anzubieten. IJAB ist seitens des BMFSFJ beauftragt worden, diese Programme verantwortlich durchzuführen.

Im Jahr 2018 sind seitens IJAB die folgenden Fachaktivitäten geplant:

Im Jahr 2017 haben seitens IJAB die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2016 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2015 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

  • Fachprogramm des Büros des japanischen Ministerpräsidenten "Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement" vom 23. Februar bis zum 10. März 2015 in Japan
  • Deutsch-Japanisches Studienprogramm zum Thema „Integration junger Menschen in die Gesellschaft: Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt“ vom 09. bis 23. Mai 2015 in Japan (Ergebnisbericht als Download)
  • Deutsch-Japanisches Studienprogramm zum Thema „Integration junger Menschen in die Gesellschaft: Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt“ vom 01. bis 14. November 2015 in Deutschland

Im  Jahr 2014 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2013 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2012 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

In den Jahren 2005-2007 standen die Themen „Jugendmedienschutz/Jugendmedienkompetenz“ und 2008-2010 "Systeme und Methoden früher Förderung“ im Fokus. 2011 und 2012 wurde zum Thema „Zusammenarbeit von schulischer und non-formaler Bildung“ gearbeitet.

Hintergrundinformationen:

>> Länderinformationen zu Japan: Die Website DIJA.de von IJAB hält für alle Interessierten länderkundliche und jugendpolitische Informationen zu derzeit 18 Ländern bereit.

Ilona Jauch

Jugend und Medien in Japan und Deutschland

Das Thema „Jugend und Medien“ war mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen das zentrale Thema in der jugendpolitischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan in den Jahre 2005 bis 2007, die IJAB im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit der japanischen Partnerorganisation NIYE in Japan sowie in Deutschland durchgeführt hat.

BildImage: Niels Meggers

Das Thema „Jugend und Medien“ war mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen das zentrale Thema in der jugendpolitischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan in den Jahre 2005 bis 2007, die IJAB im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit der japanischen Partnerorganisation NIYE in Japan sowie in Deutschland durchgeführt hat.

Wurden mit dem Fachprogramm im Mai/Juni 2005 noch die beiden Themenfelder „Jugendmedienschutz und Jugendmedienkompetenz“ in gleicher Weise und mehr übergreifend bearbeitet, so wurde – aufbauend auf diesen Erfahrungen - mit dem Fachprogramm in 2006 bewusst der Schwerpunkt auf die Vertiefung des Themas „Jugendmedienkompetenz“ sowie in 2007 auf das Thema „Jugendmedienschutz“ gelegt.

Insgesamt verfügen wir somit über einen recht umfangreich dokumentierten und fachlich bewerteten Über- und Einblick in die japanische Welt des Themenfeldes „Jugend und Medien“, die die interessierte Leserin und der interessierte Leser in gesammelter Form nachlesen kann:

Berichte 2005 - 2007 im PDF-Format:

>> Jugendmedienschutz/Medienkompetenz 2005

>> Jugendmedienschutz/Medienkompetenz 2006

>> Jugendmedienschutz in Japan 2007

>> Jugendmedienschutz in Deutschland 2007

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0


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