transitions. Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit

Junge Menschen sind von besonderen Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung und Arbeit betroffen. Das dreijährige (2012-2014) internationale Projekt transitions richtete mit dem Themenschwerpunkt „Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit“ seinen Fokus auf diese Herausforderungen.

BildImage: Gero Breloer  

Junge Menschen sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als der Durchschnitt der erwerbsfähigen Bevölkerung. Auch wenn Deutschland eine vergleichsweise niedrige Jugendarbeitslosigkeit aufweist und vielfältige Programme, Initiativen und Organisationen insbesondere benachteiligte junge Menschen beim Übergang unterstützen, haben dennoch viele junge Menschen Schwierigkeiten in der Schule und beim Übergang in die Ausbildung und in Arbeit. Dadurch stellen sich besondere Anforderungen an die Angebote der Jugendhilfe.

Die Europäische Union legt einen Schwerpunkt auf diese Herausforderungen und unterstützt die Gestaltung von Übergangsprozessen mit der Strategie Europa 2020 und der Jugendstrategie. Auch in der Partnerschaft zwischen der EU und dem Europarat ist dieses Thema von Belang. Die Gestaltung des Übergangs junger Menschen von der formalen Schulbildung in den Arbeitsmarkt ist international von Bedeutung. Mit dem Projekt transitions werden Erkenntnisse aus internationalem Fachaustausch für die Gestaltung nationaler Jugendpolitik genutzt.  

Ziele

  • Weiterentwicklung der individuellen Begleitung von benachteiligten jungen Menschen am Übergang von der Schule in die Ausbildung und den Beruf
  • Impulse gewinnen für Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit in den beteiligten Ländern
  • europäischer und internationaler Austausch von Good Practice
  • Diskussion von innovativen Konzepten zum Thema Übergänge
  • Beitrag zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie und der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik

Thematischer Fokus

Auf Grundlage der Ergebnisse eines nationalen Expertentreffens sind mit den Partnerländern Schwerpunktthemen verabredet worden:

  • Neue Kooperationen zwischen formaler Bildung, non-formaler Bildung und der Arbeitswelt
  • Koordination und Kooperation auf lokaler Ebene
  • Identifizierung und Ansprache von jungen Menschen, die durch Regelangebote nicht erreichbar sind
  • Zusammenarbeit mit Betrieben/Unternehmen

Darüber hinaus ist die Frage der langfristigen Sicherung und Nachhaltigkeit von Pilotprogrammen und Initiativen im Bereich des Übergangs als Querschnittthema einbezogen. Ein Study Visit beschäftigt sich zudem mit der Rolle und Bedeutung von Peer-to-peer Ansätzen.

Partnerländer

Das Projekt wird gemeinsam von Deutschland, Finnland, Frankreich und Luxemburg umgesetzt. Partner sind die für Jugend zuständigen Ministerien und in Luxemburg der Nationale Jugenddienst (SNJ). In Deutschland ist IJAB mit der Planung und Durchführung des Projekts vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beauftragt worden.In den Niederlanden findet ein Study Visit statt. Zudem sind Ergebnisse bilateraler Fachprogramme mit der Türkei und Japan zu Themen des Übergangs an verschiedenen Stellen in das Projekt eingebunden.

Hintergrundinformationen zu den Partnerländern: Finnland, Frankreich, Luxemburg [>> Download PDF]

Nationale Akteure und Teilnehmende

Das Projekt wird von einer nationalen Expertengruppe fachlich begleitet. Sie besteht aus Vertreter/-innen von Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit, Kommunen, Landes- und Bundesministerien, Jobcentern, der Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft, Schule und Wissenschaft/Forschung. Damit sind Akteure aus den verschiedenen Feldern des Übergangs in das Projekt eingebunden. Die begleitende Expertengruppe dient der inhaltlichen Begleitung sowie der Multiplizierung und Implementierung der Ergebnisse dieses internationalen Projekts. Ferner ist sie ein Forum für Austausch und Vernetzung der verschiedenen Akteure zum Thema.

Die einzelnen Fachprogramme/Peer Learning Seminare richten sich je nach thematischer Schwerpunktsetzung an:

  • Praktiker/-innen und Entscheidungsträger/-innen der Jugendhilfe, der Jugendsozialarbeit und der Jugendarbeit
  • Entscheidungsträger/-innen der öffentlichen Jugendhilfe von kommunaler und Landesebene sowie  weiterer relevanter Ressorts
  • Vertreter/-innen aus Wissenschaft und Forschung

Ebenfalls werden Vertreter/-innen aus dem Bereich Wirtschaft/Unternehmerverbände, Schule und dem Bereich der Arbeitsvermittlung einbezogen.    

Auch junge Menschen werden als Expert(inn)en in eigener Sache im Projekt vertreten sein. Dazu gibt es u.a. eine Zusammenarbeit mit dem Strukturierten Dialog.  

Projektverlauf

Von Dezember 2012 bis Mitte 2014 haben mehrere multilaterale Fachprogramme/Peer Learning Seminare zu jeweils einem der Schwerpunktthemen sowie ein Study Visit stattgefunden. Eine nationale Fachtagung im Sommer 2014 hat eine erste Bewertung der Zwischenergebnisse vorgenommen und Ansätze einer Implementierung skizziert. Den Abschluss bildete eine internationale Konferenz im Oktober 2014, bei der die Ergebnisse und deren Implementierung mit weiteren interessierten Ländern diskutiert wurden. Parallel dazu fand eine internationale Jugendkonferenz statt, bei der benachteiligte junge Menschen die Gelegenheit hatten, sich über Themen des Übergangs auszutauschen und ihre Ergebnisse einer politischen Feedbackgruppe zu präsentieren.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Projektübersicht [>> Download pdf].

Wissenschaftliche Begleitung

Das Projekt wird vom Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Goethe Universität Frankfurt am Main wissenschaftlich begleitet. Untersucht wird insbesondere, auf welche Weise internationaler Vergleich und interkultureller Austausch zu einer Weiterentwicklung lokaler und nationaler Praxis und Politik im Bereich des Übergangs beiträgt.

Info-Folder zu "transitions" [>> Download PDF]
Factsheet zu "transitions" [>> Download PDF]

Information in Englisch:

Folder [>> Download PDF]
Factsheet  [>> Download PDF]
Overview [>> Download PDF]

Kontakt

Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Seite sowie auf Facebook unter „transitions. Übergänge“.

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.:

Claudia Mierzowski, +49-228-9506-109, mierzowski@DontReadMeijab.de oder
Franziska Koch, +49-228-9506-107, koch@DontReadMeijab.de.

BildImage: fotolia-Feng Yu   Lizenz: BY

Claudia Mierzowski

transitions veröffentlicht Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung

Das von 2012 bis 2014 von IJAB in Kooperation mit internationalen Partnern durchgeführte Projekt „transitions. Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit“ hat durch internationalen Fachaustausch von Fachkräften Erkenntnisse und Anstöße für die Weiterentwicklung von Unterstützungsmaßnahmen im Übergang Schule-Beruf gewonnen. Jetzt wurden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes veröffentlicht. [mehr]

Marco Heuer

transitions zieht nach drei Jahren Bilanz: Nationale Empfehlungen für den Übergang veröffentlicht

Seit 2012 führen Deutschland, Finnland, Frankreich und Luxemburg einen intensiven Dialog zu Fragen des Übergangs junger Menschen in Ausbildung und Arbeit. Was das multilaterale Kooperationsprojekt „transitions“ gebracht hat und wie es mit den nationalen Ergebnissen weitergehen könnte, darüber sprach ijab.de mit Bärbel Lörcher-Straßburg und Tim Pieper, zwei Mitgliedern der begleitenden nationalen Expertengruppe. [mehr]

BildImage: IJAB/Herrmann   Lizenz: BY-NC-SA

Marco Heuer

„Übergang in Ausbildung und Arbeit ist in allen Ländern eine große Herausforderung“

Seit 2012 führen Deutschland, Finnland, Frankreich und Luxemburg einen intensiven Dialog zu Fragen des Übergangs junger Menschen in Ausbildung und Arbeit. Mit dem internationalen Fachtag wurde das multilaterale Kooperationsprojekt „transitions“ nun für einen größeren Kreis interessierter Länder geöffnet. [mehr]

BildImage: IJAB/Koch   Lizenz: BY-NC-ND

Verena Münsberg

48 hours in transition: Jugendliche Impulse für den Übergang

Rund 40 Jugendliche aus ganz Europa trafen sich vom 13. bis 15. Oktober in Bonn zur internationalen Jugendkonferenz „Visions for your future“. Gemeinsam sprachen sie über die Schwierigkeiten, die junge Menschen europaweit im Übergang von der Schule zu Ausbildung oder Beruf erleben. Sie formulierten Ideen zur Verbesserung der Situation und diskutierten diese mit Expertinnen und Experten aus Jugendpolitik und Jugendhilfe. [mehr]

BildImage: Herrmann/IJAB   Lizenz: BY

Dr. Dirk Hänisch

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Das multilaterale Kooperationsprojekt transitions hat in seiner fast dreijährigen Laufzeit eine Reihe von Erfahrungen und Ergebnissen zum Bereich Übergang von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit gesammelt. Zeit also, eine Bilanz zu ziehen. Dazu findet am 14. Oktober 2014 in Bonn ein internationales Expertenseminar statt. [mehr]

BildImage: Marco Heuer

Marco Heuer

„Arbeit und Spaß schließen sich nicht aus“

Bei der internationalen Jugendbegegnung „ManuFUNtory“ in Schleswig-Holstein setzten sich Jugendliche damit auseinander, wie der Übergang in Ausbildung gelingen kann und sammelten praktische Arbeitserfahrung. Das Projekt ist eines von vier Jugendprojekten, mit denen „transitions“ kooperiert. Die Jugendlichen werden ihre Arbeit am Thema bei der Jugendkonferenz von „transitions“ im Oktober 2014 fortsetzen. [mehr]

v.l.n.r.: Tina Jansen, Bärbel Lörcher-Straßburg, Anneli Starzinger, Thomas Verlage, Michael Fähndrich, Elke Moritz
BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: BY-NC-ND

Marco Heuer

Erkenntnisse müssen jetzt genutzt werden – transitions diskutiert und formuliert Empfehlungen

Internationale Impulse für gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit finden – mit dieser Zielsetzung hat sich eine Fachtagung in Bonn auseinandergesetzt, an der neben Mitarbeiter/-innen der Jugendsozialarbeit, der Jugendhilfe und der (internationalen) Jugendpolitik auch Wissenschaftler/-innen und Vertreter/-innen von Jobcentern sowie der Wirtschaft teilnahmen. Ziel der Konferenz war es, nationale Empfehlungen zu formulieren und Umsetzungsschritte zu beschreiben, deren Grundlage die Erkenntnisse aus vier Fachaustauschen und einem Study Visit bildeten. Sämtliche Schlussfolgerungen werden in einem Gesamtpapier zusammengefasst. [mehr]

BildImage: IJAB/Koch

Marco Heuer

"Umfassende Begleitung dringend geboten" - Die Rolle von Betrieben im Übergang in Luxemburg

Gemeinsam mit Finnland, Frankreich und Luxemburg stellt das dreijährige multilaterale Kooperationsprojekt „transitions. Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit“ auch die Frage nach der Rolle von Unternehmen und Betrieben im Übergang Schule-Beruf. In Luxemburg gibt es dazu interessante Einblicke. [mehr]

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